Video-Überwachung an Schulen: Landrat räumt Fehler ein

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Hersfeld-Rotenburg. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (CDU) hat Fehler im Zusammenhang mit der Video-Überwachung von Schulen im Landkreis eingeräumt. Im Fall der Gesamtschule Schenklengsfeld sei einiges „nicht optimal“ gelaufen.

„Informationen sind hängen geblieben“, sagte er in einem Exklusiv-Interview unserer Zeitung. Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass mehrere Schulen im Landkreis ohne Wissen der dafür zuständigen Schuldezernentin, Elke Künholz (SPD), per Video überwacht werden. Sie fühlte sich hintergangen.

Schmidt sagte, er könne nicht garantieren, dass jede Vorschrift zur Video-Überwachung „sauber abgehakt“ wurde. Allerdings stehe in dieser Frage die „Sicherheit der Schulgemeinde“ für ihn an erster Stelle. Den bevorstehenden Besuch des Hessischen Datenschutzbeauftragten erwarte er „mit Interesse“. Etwaige Mängel würden aber selbstverständlich abgestellt.

Gleichzeitig übte Schmidt scharfe Kritik am Agieren seiner Stellvertreterin Künholz. Statt mit ihm das Gespräch zu suchen, habe sie aus einer „Emotion heraus Dinge gesagt, die nicht sachgerecht und hilfreich waren“.

Ohnehin hätte sie nach drei Jahren im Amt von der Video-Überwachung wissen müssen, weil an allen Schulen entsprechende Hinweisschilder hingen. Schmidt äußerte sich in dem Interview auch über das Betriebsklima im Landratsamt. (kai)

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Quelle: HNA

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