Verwaltung: Rotenburg und Alheim gründen Zweckverband

Rotenburg/Alheim. Die Stadt Rotenburg und die Gemeinde Alheim wollen künftig noch stärker zusammenarbeiten und planen zum 1. Januar 2014 die Gründung eines Zweckverbandes. Damit soll die Wirtschaftlichkeit der Verwaltungen gesteigert werden.

Nachdem das Kassenwesen bereits zusammengelegt wurde, soll schon ab Oktober eine gemeinsame Personalservicestelle eingerichtet werden. Als nächstes werden die beiden Standesämter kooperieren. Das konzentrierte Fachwissen soll so besser genutzt werden, die Mitarbeiter sollen sich gegenseitig vertreten. Beide Parlamente befürworteten die Pläne in dieser Wochen einstimmig.

In Rotenburg, das unter dem kommunalen Schutzschirm steht, wird dann zum Beispiel die Stelle des Standesbeamten voraussichtlich ab 2018 nicht wieder besetzt.

„Wir wachsen zusammen ohne Aufgabe der Identität“, erklärte dazu Bürgermeister Christian Grunwald (CDU). Erstmals im Kreis werde ein Zweckverband zur Verwaltungszusammenarbeit geggündet. Die Tür stehe nicht nur für Bebra offen, mit dem Alheim und Rotenburg schon in der Interkommunalen Zusammenarbeit ZuBRA verbunden sind, sondern auch weiteren Kommunen. „Wir sind Pioniere“, sagte Grunwald. Es dürften keine Kirchtürme oder Erbhöfe verteidigt werden.

Die Zusammenarbeit soll später weiter ausgebaut werden. Gedacht ist zum Beispiel an eine gemeinsames Baumanagement einschließlich der Bauhöfe, die IT-Verwaltung und das Tourismusmarkteting. Auch die Kinder- und Jugendarbeit und das Feuerwehr wesen wurden in der Stadtverordnetenversammlung angesprochen.

Beide Kommunen rechnen zudem mit Fördergeld des Hessischen Innenministeriums für diese Projekte der Interkommunalen Zusammenarbeit.

Auch Friedewald und Hohenroda arbeiten zusammen, und dabei geht es nicht nur um einen Radweg oder Tourismus. Alles, was mit Geld zusammenhängt, wird bereits seit Mai dieses Jahres von der Gemeindeverwaltung Friedewald für Hohenroda miterledigt. Diese Zusammenarbeit laufe auf der Basis einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung, sagte Bürgermeister Dirk Noll (Friedewald). Im Gegenzug sei geplant, die Personalangelegenheiten in naher Zukunft nach Hohenroda zu geben. Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) könne keine Einbahnstraße sein.

Für die Kooperation habe man bereits eine Zusage des Landes zur Förderung. (ank)

Quelle: HNA

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