Egerländer Straße

Verursacher der einen Kilometer langen Ölspur von Rotenburg ist gefunden

Großflächig verteilt: Um die über ein Kilometer lange Ölspur zu beseitigen, wurden am Dienstag auf der Egerländer Straße und In der Kerbe insgesamt 690 Kilogramm Bindemittel verstreut und am Mittwochmorgen wieder aufgekehrt. Foto: Janz

Rotenburg. Die Ölspur auf der Egerländer Straße in Rotenburg ist beseitigt. Der Bauhof hat am Mittwochvormittag das ausgestreute Bindemittel aufgenommen. Der Einsatz schlägt mit mehreren tausend Euro für Material, Entsorgung und Personal zu Buche. Inzwischen ist auch klar, wer die Kosten tragen muss.

Laut Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut ist der penetrante Schmierfilm, der am Dienstag den Einsatz einer Spezialflüssigkeit und das erste Aufbringen von Bindemittel überdauerte, weitgehend beseitigt. Nur an wenigen Stellen auf dem Steilstück von Egerländer Straße und In der Kerbe musste noch ein weiteres Mal Bindemittel vertreut werden. „Die Warnschilder bleiben aber noch ein paar Tage stehen, damit Verkehrsteilnehmer weiter umsichtig fahren“, sagt Fleischhut.

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Verantwortlich für die Ölspur war ein Fahrzeug des städtischen Bauhofs. Das war am Dienstagmorgen im Räum- und Streueinsatz unterwegs. Hydrauliköl tropfte aus einem gerissenen Hydraulikschlauch und wurde großflächig verteilt. Die Ölspur war über einen Kilometer lang. Bürgermeister Christian Grunwald erklärte am Mittwoch auf Nachfrage, dass der Verursacher bereits ermittelt sei: „Deshalb entfällt diesmal die Suche zusammen mit der Polizei.“ Sonst sei es üblich, dass nach dem Verursacher einer Ölspur gefahndet werde, um ihm den Einsatz in Rechnung zu stellen.

Laut Fleischhut wurden 46 Säcke á 15 Kilogramm Bindemittel verbraucht, zusätzlich 70 Liter der Spezialflüssigkeit Bioversal. Sie wird heiß auf die Fahrbahn gespritzt und löst das Öl auf. Doch was sonst effektiv wirkt, hatte am Dienstag nur begrenzte Wirkung, weil der rutschige Film durch die Feuchtigkeit im Asphalt immer wieder hochkam, sagte Fleischhut.

Allein das verbrauchte Material kostet 2100 Euro. Die Entsorgung des aufgekehrten Bindemittels dürfte mit weiteren 1500 Euro zu Buche schlagen. Darin noch gar nicht enthalten sind die Kosten für die Einsatzfahrzeuge und das Personal, schließlich waren mehr als ein Dutzend Mitarbeiter von Freiwilliger Feuerwehr Rotenburg und städtischem Bauhof über vier Stunden lang im Einsatz, um die Ölspur wieder zu beseitigen. Die Kosten werden laut Bürgermeister Grunwald nun intern abgerechnet.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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