Biber Kino-Center in Bebra zeigt den Film

Der "Verlobte" sorgt für Horror - Waldhessens erster Gruselschocker

Bebra. Eine junge Frau streift allein durch die Natur. Plötzlich ertönt ein Knacken aus dem Unterholz. Und der Horror nimmt seinen Lauf. Diese Szene stammt aus dem Film „Sage“.

Den Film hat der Hobby-Filmer Christopher Gothe zusammen mit Freunden und Familie gedreht.

„Die Grundlage meines Films ist eine alte Solzer Legende“, erklärt Gothe. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Geist des „Verlobten“, eine tragische Figur aus dem Dreißigjährigen Krieg, die zur Gefahr wird. „Es geht um die Frage: Was wäre, wenn der Geist aus der Sage wiederkommt und sich an die Fersen von vier jungen Leuten heftet?“, fasst Gothe den Inhalt zusammen.

Auch wenn der Film eher auf subtilen Horror setze, sollten zarte Gemüter aber vor der einen oder anderen blutigen Szene gewarnt sein. „Ob Ruinen, dunkle Wälder, das Quietschen von Türen oder Friedhöfe: Es kommen alle klassischen Elemente eines Horrorfilms darin vor“, sagt Christopher Gothe.

Als Drehorte dienten ihm während der vierjährigen Drehzeit unter anderem Rotenburg, Bebra und Wildeck. Trotz des düsteren Themas will der 30-Jährige seinen Film aber nicht allzu ernst sehen: „Er soll selbstironisch verstanden werden. Deswegen haben wir uns auch gezielt an Horrorfilm-Klischees bedient“. Für den Humor sei zum Beispiel auch der typisch verschrobene Verschwörungstheoretiker Robert Paulsen, gespielt von Dirk Stiebing, eingebaut worden. „Meine Frau hat immer gesagt, dass ich mich eigentlich selber spiele“, ergänzt Stiebing mit einem Lachen.

Besonders dankbar ist Gothe den mitwirkenden Schauspielern: „Ich habe meine Familie und Freunde durch den Wald gejagt und mit Kunstblut beschmiert. Keiner hat sich je beschwert“. Wichtig sei es auch gewesen, dass alle ihren Spaß hätten.

Um den Nervenkitzel zu erhöhen, wurden einige besondere Techniken eingebaut. Diese reichten von Computertricks bis hin zu dem Gebrauch eines gewöhnlichen Föhns, um Wind zu erzeugen. „Insgesamt haben wir die Effekte aber eher sparsam eingesetzt, da wir darauf achten mussten, was tricktechnisch umsetzbar ist“, sagt Gothe. Ihm war aber von Beginn an klar, dass der Film keinen Oscar gewinnen würde: „Der Zuschauer soll einfach unterhalten werden und eventuell bekannte Orte mit neuen Augen sehen“. Trotzdem hat es der Film bereits auf die große Leinwand geschafft. Nach Fertigstellung erklärte sich das Biber Kino-Center in Bebra bereit, „Sage“ vorzuführen.

Filmliebhaber, die die Vorstellung verpasst haben, können sich auf www.sage-film.de informieren und die DVD bestellen. Auch ein zweiter Teil ist laut Gothe nicht ausgeschlossen: „Es steht zwar noch nichts fest, aber vielleicht kommt „der Verlobte“ eines Tages wieder zurück.“

Quelle: HNA

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