Marodes Bahnhofsgebäude

Verkauf des Bebraer Lokschuppens ist geplatzt

Verhandlungen sind gescheitert: Der Lokschuppen II von Bebra wird doch nicht an den Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra verkauft. Der Verein wollte zusätzlich auch über das Kesselhaus (hinter dem Lokschuppen) sowie die Drehscheibe und den Gleisfächer vor dem Lokschuppen verfügen können. Das sahen die Vorgaben der Stadtverordneten für den Verkauf aber nicht vor. Archivfoto: Meyer

Bebra. Die Stadt Bebra wird den Lokschuppen II nicht verkaufen. Der Magistrat hat die Verhandlungen mit dem Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra abgebrochen. Das soll aber trotzdem nicht das Ende des maroden historischen Bahngebäudes sein.

Die Vorstellungen des Vereins seien mit den Vorgaben der Stadtverordneten für den Verkauf des Lokschuppens nicht zu vereinbaren, erklärte Bürgermeister Uwe Hassl auf Anfrage: „Die wollten viel mehr, das konnten wir ihnen nicht geben. Hassl hatte dem Verein schon am 21. August geschrieben, dass der Magistrat die Verhandlungen als gescheitert ansieht.

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Während das Mandat der Stadtverordneten nur den Verkauf des Lokschuppens II und des angrenzenden Schornsteins vorsieht, wünschte sich der Förderverein zusätzlich die Übertragung des Kesselhauses sowie eine Option, den Gleisfächer und die Drehscheibe nutzen zu können. Sonst sei ein wirtschaftlicher Betrieb als Veranstaltungsstätte nicht möglich, heißt es vonseiten des Vereins.

Auch die Fragen, wer für Altlasten im Boden aufkommt und wie der Lokschuppen an das Kanalnetz angeschlossen wird, konnten nicht geklärt werden. „In dieser Form ist der Vertragsentwurf unannehmbar“, teilt der Förderverein mit.

Bürgermeister Hassl hat aber bereits neue Pläne für den Lokschuppen. Er will den Stadtverordneten Ende September vorschlagen, den Lokschuppen zusammen mit Kesselhaus und den weiteren ehemaligen Bahnanlagen im Besitz der Stadt an die Stadtentwicklung Bebra GmbH (SEB) zu übertragen.

Die Zeit drängt, denn laut Hassl hat die Stadt Aussicht, Fördergeld des Bundes für die Entwicklung eines nationalen Industriedenkmals zu erhalten. Dafür müsse aber der Antrag in den kommenden Wochen eingereicht werden.

Von Marcus Janz 

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Quelle: HNA

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