Verhandlungen dauern weiter an

Verkauf des HKZ hängt am „Ja“ des Klinikums

Überragt seit über 40 Jahren die Stadt: Das Herz- und Kreislaufzentrum hat seinen Sitz auf dem Rotenburger Hausberg. Die Spezialklinik ist vor allem baulich in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Foto: Janz

Rotenburg/Bad Hersfeld. Der Verkauf des Herz- und Kreislaufzentrums Rotenburg (HKZ) zieht sich hin. Offenbar fehlt für den Abschluss die Zustimmung des Klinikums Bad Hersfeld.

Als Käufer der renommierten Spezialklinik ist das Rhön-Klinikum im Gespräch. Der angepeilte Termin Ende September ist allerdings verstrichen.

HKZ-Aufsichtsratschef Peter Klufmöller erklärte auf Nachfrage lediglich, dass noch die Entscheidung eines Mitgesellschafters der HKZ-Betriebsgesellschaft ausstehe. Er hoffe auf eine positive Entscheidung noch in diesem Monat und will mit allen Beteiligten Gespräche führen.

Neben der Pergola KG, der die Immobilien des HKZ gehören, sind noch Kardiologie-Chefarzt Prof. Dr. Christian Vallbracht (fünf Prozent) und das Klinikum Bad Hersfeld (12,5 Prozent) an der Betriebs-KG beteiligt. Sie steht selbst gar nicht zum Verkauf, ihre Gesellschafter haben aber ein Vorkaufs- und Vetorecht bei der Übernahme der HKZ-Mutter Pergola.

Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld, wollte den Vorgang mit Verweis auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung nicht kommentieren. Nach Informationen unserer Zeitung hängt die Zurückhaltung auf- seiten des Klinikums mit den parallel laufenden Fusionsverhandlungen zwischen Klinikum und Kreiskrankenhaus Rotenburg zusammen. Diese sind zuletzt ins Stocken geraten. Ursprünglich hatten alle drei Kliniken im Kreis über eine Fusion verhandelt.

Seit Anfang August ist nur noch ein Interessent im Rennen um das HKZ - mutmaßlich das Rhön-Klinikum. Die Börsenzeitung hat kürzlich gemeldet, dass der Klinik-Konzern, dessen Hauptaktionär die B. Braun AG in Melsungen ist, am Kauf von Spezial- und Akutkliniken interessiert sei, namentlich des HKZ. Konzernsprecher Achim Struchholz wollte derartige Marktgerüchte auf Nachfrage nicht kommentieren. (mcj)

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