197 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Bebra ließen sich typisieren

Vereint gegen Blutkrebs

Spendenaktion: Laura Schäfer erklärt Lars Filipitsch, was beim Wangenschleimhautabstrich mit dem Wattestäbchen zu beachten ist (sitzend vorne). Hinten von links: Dieter Mangold, Spender Bernd Wolken, Jana Kersch (SV), Fabian Wacker (SV) und Jonathan Barsukow (SV) übergeben gemeinsam mit Lehrerin Inga Petersson (rechts) eine Spende in Höhe von 400 Euro an Martin Quarg (Dritter von links) von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Foto: nh/Knierim

BEBRA. Blutkrebs kann jeden treffen, aber jeder kann durch eine Stammzellspende Leben retten: Die Beruflichen Schulen Bebra veranstalteten gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) einen großangelegten Aktionstag – mit deutlichem Erfolg: 197 Schülerinnen und Schüler ließen sich als mögliche Stammzellspender registrieren. Zudem kamen 400 Euro als Spende an die DKMS zusammen.

Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, auch viele Kinder und Jugendliche leiden unter dieser heimtückischen Krankheit.

Bei dem Aktionstag, der von der stellvertretenden Schulsprecherin Anita Berger initiiert wurde, informierte Martin Quarg von der DKMS über Blutkrebs und Stammzellspende. Eigens aus Aachen angereist war Bernd Wolken, der dem Lehrer Dieter Mangold vor einigen Jahren Stammzellen gespendet hatte. Eindrucksvoll schilderte er die Stammzellentnahme und wie sich später eine Freundschaft mit Mangold entwickelt hat. Natürlich wurden auch alle Fragen zu den Verfahren und Risiken einer Stammzellspende beantwortet.

Anschließend bestand die Möglichkeit direkt in der Schule einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen zu lassen. Diese Abstriche werden anschließend im Labor auf Gewebemerkmale untersucht und typisiert. In der Spender-Datei sind inzwischen 3,9 Millionen Menschen aufgenommen, die bereit sind, einem erkrankten Menschen mit Hilfe einer Stammzellenspende ein neues Leben zu schenken. Die Klasse 11 W2 (Berufliches Gymnasium Fachrichtung Wirtschaft) unterstützte die DKMS bei der Typisierung.

„Etwa 400 Schülerinnen und Schüler haben an den Vorträgen teilgenommen. 197 Schüler sowie mehrere Lehrerinnen und Lehrer haben sich typisieren lassen“, freut sich Lehrerin Inga Petersson, die an den Beruflichen Schulen Bebra für die Organisation des Tages verantwortlich war.

Waffeln für guten Zweck

Sehr aktiv war auch die Schülervertretung der Beruflichen Schulen Bebra bereits im Vorfeld des Typisierungstages: Sie organisierte verschiedene Aktionen, um Spenden zu sammeln, die die DKMS unterstützen sollen: Die Mitglieder der Schülervertretung verkauften in den Pausen Waffeln sowie Getränke und Würstchen während des Volleyballturniers. „Der Andrang war groß und alleine durch den Waffelverkauf kamen 176 Euro als Spende zusammen“, berichtet Schulsprecherin Jana Kersch.

Das Spendengeld wird dringend benötigt, um die Laborkosten zu decken. „Da bei jeder Neuaufnahme Kosten in Höhe von 50 Euro entstehen, ist das Geld bestens angelegt“, bedankt sich Martin Quarg im Namen der DKMS bei den Schülern. (red/sis)

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