Vereinsgemeinschaft

Kirmesauftakt in Weißenhasel mit vierstündigem Heimatabend

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Weiße Rosen für Weißenhasel: Reinhard Ehmer verzückt beim Heimatabend als Nana Mouskouri und sorgte bei allen Besuchern für viel Begeisterung und gute Stimmung. Fotos: Apel

Weißenhasel. An der italienischen Adria feiert man, wenn Vollmond ansteht, „weiße Nächte". Die sind meistens ziemlich kurz. Im Haseltal feiert man Kirmes XXL. Da dauert der Heimatabend vier Stunden lang und im Festzelt ist kurz nach Mitternacht noch längst nicht Schluss.

Ob’s an den tollen Moderatoren liegt? Der eine ist Weißenhasels Ortsvorsteher Frank Hauck. Er hat die Lacher gleich zweimal auf seiner Seite, als er die etwa 400 Besucher und „Landrat Dr. Karl-Ernst Hilmes“ zur „Kirmes 2015“ begrüßt. Der andere ist Freddy Wagner. Er unterstützt den Lokalmatador und ist noch besser drauf. Überhaupt, es sind alle gut drauf.

Die Weißenhaseler Musikanten betreten die Bühne, verschwinden hinterm Vorhang und haben plötzlich neue Westen an. In ihnen spielt’s sich glänzend: Steigermarsch, Trompetenecho, Hell die Gläser klingen. Und deshalb gibt’s jede Menge Applaus.

Nach den Grußworten der Prominenz zeigt die von Nicole Hose angeführte Kinder-Zumba--Gruppe, was sie kann. Auch die von Helmut Müller dirigierten, singenden Männer des MGV sind mit von der Partie. Ohne neue Westen, „weil sie noch im Wachsen sind“, wie Frank und Freddy vermuten.

Sie entführen die Weißenhaseler zu den drei Schwestern und nach Spanien. Was liegt da näher, als auch die griechische Urnudel Nana Mouskouri aus der Versenkung zu holen und weiße Rosen verteilen zu lassen. Reinhard Ehmer macht es glänzend, verzückt die Damenwelt.

Dann heißt es „Bühne frei!“ für die drei glorreichen Sechs von der Feuerwehr-Übungsgemeinschaft Weißenhasel-Mönchhosbach. Sie illustrieren das Fliegerlied, Kalinka und schwingen den Haushaltsbesen. Die Damen von „Boots@Line“ tanzen zu Hillbilly-Music und „Whiskey in the Jar“ und die „Fleißigen Bienen“ zu „Biene Maja“.

Cindy sucht ihren Prinzen 

Noch ehe Cindy aus Marzahn alias Doris Eisel aus Solz ihren Prinzen sucht, zieht Verwandlungskünstler Stefan Dietrich aus Eiterfeld eine Riesenshow ab. Immer wieder lässt er neue „Tapeten“ vor sich herunterfallen und postwendend ist er mit ein paar Handgriffen Marilyn Monroe, Heino und Papst. Als Zugabe serviert er „YMCA“.

Kirmes in Weißenhasel

Ira Gawlitta steuert orientalische Bauchtänze bei. Die „Golden Oldies“ zeigen, wie es zugeht, wenn Altenpflegerin Ludmilla zur gemeinsamen Abendtoilette bittet, und die „Lückenfüller“ präsentieren was abgeht, wenn Nonnen und Mönche richtig rocken. Dann läuten die „Glocken von Rom“ anders, dann ist der „Highway to Hell“ nicht weit.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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