Kundgebung in der Innenstadt

Verdi streikt bei Amazon in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Die Beschäftigten der beiden Amazon-Standorte in Bad Hersfeld und Leipzig sind am Dienstag mit Arbeitsbeginn in der Frühschicht in den Streik getreten. Aufgerufen hatte dazu die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

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Die Gewerkschaft Verdi und die Beschäftigten fordern von dem Online-Versandhändler seit langem einen Tarifvertrag mit den Regeln des Einzel- und Versandhandels.

Es geht um mehr Lohn, aber auch um Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

An beiden Standorten in Bad Hersfeld waren die Beschäftigten mit Beginn der ersten Frühschicht ab 6 Uhr zum Streik aufgerufen worden, gemeinsam ging es zunächst zur Schildehalle, die als Streiklokal diente, und dann durch die Bad Hersfelder Innenstadt zum Lullusbrunnen, wo Verdi vor dem Rathaus eine Kundgebung organisiert hatte.

Als eine „Warnung an den Arbeitgeber“ bezeichnete Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner den Streik.

„Wir lassen nicht alles mit uns machen“, gab er sich kämpferisch und erntete lauten Beifall. Zu den Streikenden sprachen auch Vertreter des Deutschen Gerwerkschaftsbundes (DGB), der Post und der Partei „Die Linken“.

Ihre Streik-Bereitschaft hatten die gewerkschaftlich organisierten Amazon-Beschäftigten bei einer Urabstimmung Ende April signalisiert. 97,6 Prozent hatten sich für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen.

Auch am Amazon-Standort Leipzig wurde am Dienstag erstmals gestreikt. „Das ist ein gelungener Auftakt“, freute sich die Verdi-Sekretärin Mechthild Middecke über die Beteiligung am Streik. Verdi erwarte aber nicht, dass Amazon schnell einlenken werde.

Weitere Streiks seien deshalb nicht auszuschließen, aber immer nur die letzte Möglichkeit. Von Seiten Amazons hieß es am Dienstag weiterhin, man sehe derzeit keine gemeinsame Basis für Verhandlungen, Folgen für die Kunden hätte der Streik nicht.

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Quelle: HNA

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