Freundin erstochen: Zehn Jahre Haft für 37-Jährigen Hersfelder

Fulda/Bad Hersfeld. Wegen Totschlags hat das Schwurgericht am Landgericht Fulda den 37-jährigen Hersfelder Rafael P. zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Zuvor muss Rafael P. jedoch drei Jahre seiner Haft absitzen.

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Die Kammer mit ihrem Vorsitzenden Josef Richter sah es als erwiesen an, dass P. in der Nacht zum 14. Dezember vergangenen Jahres seine 42 Jahre alte Lebensgefährtin nach vorausgegangenem Streit in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Zellersgrund mit mehreren Messerstichen getötet hat.

Das Gericht verwarf damit die Aussage des Angeklagten, der von einem gemeinsamen Suizidplan berichtet und beteuert hatte, die Freundin habe sich die tödlichen Stiche selbst zugefügt. P.’s Verteidiger, der Bad Hersfelder Rechtsanwalt Jochen Kreissl, hatte deshalb für einen Freispruch seines Mandanten plädiert.

Staatsanwalt Andreas Hellmich war zuvor schon vom ursprünglichen Vorwurf des Mordes abgerückt, weil sich das Merkmal der Heimtücke in dem seit dem 5. Juni laufenden Prozess nicht hatte nachweisen lassen. Hellmich hatte daraufhin neun Jahre Freiheitsstrafe wegen Totschlags beantragt. (ks)

Quelle: HNA

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