Am 8. September rücken außergewöhnliche Bauten in den Blickpunkt

Das Mahnmal Bodesruh.

Hersfeld-Rotenburg. Der Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 8. September, trägt in diesem Jahr ein sehr ambivalentes Thema in die Öffentlichkeit: „Unbequeme Denkmale“.

Solche Denkmale gibt es an vielen Orten im Lande. Sie sind nicht einfach und lenken die Aufmerksamkeit nicht unbedingt auf Gutes und Schönes, sondern auf besondere oder belastende Zeugnisse der Vergangenheit.

Die Schönheit der Objekte

Trotzdem soll der Tag des offenen Denkmals den Besuchern die Möglichkeit geben, die Schönheit der Objekte und die Erfolge ihrer Eigentümer zu sehen. Allerdings sollen auch Objekte geöffnet werden, die im Schatten stehen, weil sie heute eventuell als hässlich empfunden werden, deren Zukunft ungewiss oder deren Geschichte problematisch ist.

Der Tag des offenen Denkmals im Landkreis wird um 11 Uhr am Mahnmal Bodesruh eröffnet. Das von dem Bad Hersfelder Architekten Karl Schumann entworfene Mahnmal Bodesruh wurde 1963 von der damaligen Gemeinde Kleinensee mit Unterstützung der Hessischen Landesregierung errichtet. Das Mahnmal wollte an das Schicksal der Spätheimkehrer sowie an die deutsche Teilung erinnern und sollte die Wiedervereinigung Deutschlands in Frieden und Freiheit anmahnen. Heute erinnert es eindrucksvoll an die schmerzliche Zeit der innerdeutschen Teilung zwischen 1949 und 1989.

Passend zum Thema sollen hier die Geschichte und Bedeutung des Mahnmals Bodesruh und seine Lage durch den Denkmalbeirat des Landkreises mit Unterstützung des Heimat- und Verkehrsvereins Kleinensee betrachtet werden. Die Gäste erwartet ein Programm aus geschichtlichen und fotografischen Beiträgen.

Weitere Veranstaltungen:

• In Nentershausen ist die Burg Tannenberg ab 11 Uhr geöffnet; Führungen finden um 11.30, 13 und 15 Uhr statt.

• In Rotenburg ist der jüdische Friedhof ab 12.30 Uhr geöffnet. Eine Führung findet hier um 13 Uhr statt. Treffpunkt ist der Gedenkstein am oberen Eingang an der Heinz-Meise-Straße.

• Das Jüdische Museum in der ehemaligen Mikwe in Rotenburg ist ebenfalls geöffnet. Eine Führung gibt es um 15 Uhr.

• In Malkomes ist das Bethaus von 13 bis 18 Uhr geöffnet; Führungen finden nach Bedarf statt. Um 15 Uhr wird über „Ehemalige Bethäuser und Heimerskirchen im Kirchenspiel Schenklengsfeld im 18. und 19. Jahrhundert“ informiert.

• Außerhalb des Landkreises öffnet außerdem das Schloss Hausen von 11 bis 14 Uhr seine Pforten. Dort bietet die Eigentümerfamilie Dörnberg Führungen an.

• Auf Point Alpha werden um 11 und um 14 Uhr zwei Führungen zum Wiesenfelder Beobachtungsturm der ehemaligen Grenztruppen der DDR angeboten. Jede der Wanderungen dauert zwei Stunden. Start ist jeweils am Haus auf der Grenze. (red/rey)

Quelle: HNA

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