Umjubeltes Festkonzert mit spanischer Note in Weiterode

Großer Auftritt: Vor 350 Zuschauern spielte das Weiteröder Mandolinenorchester Wanderlust anlässlich seines 90-jähriges Bestehens in Ellis Saal. Fotos: Apel

Weiterode. Der Geburtstag war rund, jedoch kein klassisches Jubiläum. Aber das Festkonzert, mit dem die Weiteröder Mandolinenspieler das 90-jährige Gründungsjubiläum ihres Vereins und die Zupfmusik feierten, war das „Konzert ihres Lebens“.

So jedenfalls sah es Ute Holstein, der gute Geist von Ellis Saal und eine der über 50 Musiker und Sänger, die am Samstagabend rund drei Stunden lang rund 350 Zuhörer begeisterten. Das fing schon an mit dem Einzug der von „Hutdirigent“ Martin Koch angeführten „Wandervögel“, die den Vater, der ein Wandersmann war, und die schöne Jugendzeit besangen. Nach einem kurzweiligen Überblick über die Vereinsgeschichte oblag es dann Igor Karassik, dem nach eigenen Worten „seit fast 20 Jahren in der Probezeit“ befindlichen Dirigenten der Weiteröder, den Takt anzugeben und das Publikum unter die Dorflinde, an den Eriesee und in die Zeit von Johann Strauß zu entführen.

Bei der wie immer bestens akzentuierten Annenpolka animierte er es zum Mitklatschen und bei „Recuerdos de la Alhambra“ kamen die Zupfer ganz schön spanisch daher - machten sozusagen Appetit auf ihre ihnen in Freundschaft verbundenen Gäste.

Seit vielen Jahren schon pflegt die Rondalla de Calp beste Beziehungen zu den Weiterödern und von daher war klar, dass die vom 83-jährigen Esteban Marti geleitete Gruppe zum Gelingen des Abends beitrug. Nicht zuletzt mit ihrem, dem Orchester angeschlossenen Chor verstanden es die aus der Provinz Alicante Angereisten, das Publikum zu verzücken. Von „Ultima Rosa“ bis hin zu der vom Dirigenten komponierten Hymne „Calpe“ reichte die Bandbreite ihrer musikalischen Mitbringsel. Begeisterungspfiffe ernteten sie mit der Interpretation des Udo-Jürgens-Hits „Griechischer Wein“, der als „Vino Griego“ fast noch schöner erklang als im Original - was nicht zuletzt an den Brüdern Pepe und Paco Perles gelegen haben dürfte, die mit viel Gefühl und Herzenswärme agierten. Als Querflötisten überzeugten Maya Cabanas und Igor Karassik, als Gastspielerin Margarethe König.

Mit einem Musicalmelodien-Mix aus „Jesus Christ Superstar“ und „Phantom der Oper“, dem Tango „El Choclo“, der irischen Volksweise „Sally Gardens“, den Evergreens „Hello Dolly“ und „Sounds of Silence“ und der Zugabe „Amazing Grace“ setzten die Weiteröder dem Abend die Krone auf.

Von Wilfred Apel

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Quelle: HNA

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