Umgehung Lispenhausen kommt wie geplant oder gar nicht

Rotenburg /Berlin. Die Planung für die Ortsumgehung Lispenhausen wird weiter vorangetrieben. Alternative Streckenführungen der Bundesstraße 83 werden dabei voraussichtlich keine Rolle spielen.

Eine Abweichung vom bisher geplanten Verlauf würde das Projekt unmöglich machen. Das wurde heute nach einem Besuch von Politikern aus Hersfeld-Rotenburg im Bundesverkehrsministerium bekannt.

An dem Treffen nahmen Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (beide CDU) und Lispenhausens Ortsvorsteher Manfred Knoch (SPD) teil. Sie hätten sich von Referatsleiter Gerhard Ruhmkorf überzeugen lassen, dass das Planen einer anderen Trasse zu lange dauern würde und zugleich zu teuer sei, um überhaupt realisiert werden zu können.

Damit würden andere Trassenführungen, etwa eine Tunnellösung, nicht mehr geprüft. Nach aktueller Planung soll die Straße auf 2,8 Kilometer Länge durch die Fuldaaue südwestlich an Lispenhausen vorbei führen. Das Verkehrsministerium geht von Kosten von 17,5 Millionen Euro aus.

Nach Informationen unserer Zeitung ist der Hintergrund, dass die Umgehungsstraße überhaupt nur verwirklicht werden kann, weil die Bundeswehr die Alheimer-Kaserne aufgibt. Damit das Gelände auch in Zukunft genutzt werden kann, will das Land Hessen eine dritte Fuldabrücke für Rotenburg bezahlen. Sie soll dann an die neue Trasse der B 83 angeschlossen werden. „Beide Projekte gehören zusammen“, sagte Bürgermeister Grunwald.

Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) erklärte, das nötige Planfeststellungsverfahren solle schnell in Gang gebracht werden. Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich kündigte an, die CDU wolle dafür sorgen, die Umgehung in den Investitionsrahmenplan aufzunehmen, um den Bau finanzieren zu können.

Quelle: HNA

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