Fahrkarten gibt's in Bebra künftig nebenan

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Nicht mehr lange spiegelt sich der Bahnhofsvorplatz in den Fenstern der Fahrkartenausgabe. Schon nächste Woche kommt der Abrissbagger. Die Fahrkarten werden künftig im Erdgeschoss des zweistöckigen ehemaligen Zollgebäudes verkauft.

Bebra. Der Umbau des Bebraer Bahnhofs beginnt. Bereits vor dem offiziellen Spatenstich – der für Dienstag, 24. Juli, geplant ist – wird ab der kommenden Woche die Fahrkartenausgabe am Bahnhofseingang abgerissen.

Das teilt die Bebraer Stadtverwaltung mit. Der Gebäudeteil mit der breiten Fensterfront zur Bahnhofstraße weicht der geplanten neuen Fahrbahn zwischen dem bereits fertiggestellten Kreisel vor dem Hotel Röse und dem an der alten Post vorgesehenen Nordkreisel. Zunächst soll das Gebäudeinnere entkernt werden, damit keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Im zweiten Schritt folgt dann der Abriss der äußeren Hülle.

Damit den Bahnkunden der gewohnte Fahrkartenservice erhalten bleibt, zieht der Schalter direkt nach nebenan in das ehemalige Zollgebäude um. Dort finden auch Fahrkartenautomat und Ticketentwerter ihren neuen Platz.

Provisorischer Zugang

Nach dem Abbruch der Fahrkartenausgabe und somit des mittleren Gebäudeteils soll an dieser Stelle ein provisorischer Zugang zur Unterführung entstehen. Für die Reisenden ergeben sich somit auch künftig keine längeren Wege als bisher, teilt die Stadtverwaltung weiter mit.

Der gesamte Eingangsbereich des Bahnhofs kann derzeit noch nicht abgerissen werden, weil der Bahnhofskiosk an alter Stelle noch voraussichtlich bis Ende November dieses Jahres betrieben wird.

Eine Woche nach dem Beginn der Abrissarbeiten starten auch die Bauarbeiten im inneren Bereich des Bahnhofs. Für zunächst eineinhalb Jahre rollen dann die Baumaschinen, um den Bebraer Bahnhof in einen neuzeitlichen Zustand zu versetzen – unsere Zeitung berichtete.

Kaum noch zu ertragen

Bebras Bürgermeister Horst Groß bittet schon jetzt um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Beeinträchtigungen: „Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Ich gehe aber davon aus, dass alle Nutzer des Bebraer Bahnhofs die Unannehmlichkeiten während der Bauphase mehr oder wenig geduldig hinnehmen, weil sie wie ich den jetzigen Zustand kaum noch ertragen können und sich auf das freuen, was dort im Herzen von Bebra entsteht“, lautet der Appell des Stadtoberhauptes. (pgo)

Quelle: HNA

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