Jugendfeuerwehren lieferten sich Wettkämpfe auf hohem Niveau

Lispenhausen. Beeindruckend leistungsstark haben sich die Jugendfeuerwehren des Lankreises bei den Wettkämpfen in Lispenhausen gezeigt. Regelrechte Choreographien brachten die Mädchen und Jungen dort auf den Rasen des Sportplatzes, bewiesen Schnelligkeit, Geschick und große Disziplin.

Ein Video von den Wettkämpfen

Ausgetragen wurde der Kreisentscheid im Bundeswettbewerb sowie im Staffelwettbewerb der Hessischen Jugendfeuerwehr.

Kinder und Jugendliche aus Alheim bildeten eine von 16 Mannschaften, die an den Start gingen. Acht Mal hatten sich die Alheimer gezielt zum Üben getroffen, um die Bewegungsabläufe einzuüben, jeden Handgriff einzustudieren und Fehlerquellen zu beseitigen. „Schlauchumdrehungen können plötzlich da sein“, erklärte Elias Kerst. „Man kann Befehle falsch sagen und falsch weitergeben“, sagte Patrick Küllmer, der später als Maschinist seiner Gruppe im Wettbewerb auf dem Rasen stand.

Neben dem Maschinisten, der die Stellung an der Pumpe zu halten hatte, gehörten zum neunköpfigen Team der Gruppenführer, der Melder und die aus jeweils zwei Personen bestehenden Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupps.

„Wasserentnahmestelle offenes Gewässer“, ordnete der Gruppenführer an, dann setzten sich die jungen Feuerwehrleute rasch in Bewegung, kuppelten Schläuche aneinander und an die Pumpe. Da rollten Schläuche übers Gras, da rannten Jungen und Mädchen, kletterten über Hindernisse, krabbelten durch Tunnel. Sie brüllten einander Befehle zu wie „Wasser Marsch“, „Wasser Halt“, und verharrten dann, auf weitere Anweisungen wartend, ungerührt an einer Position.

Trockene Übung

Wasser floss jedoch keines bei den Wettbewerben, denn der Einsatz wird bei den Jugendlichen trocken simuliert. Dennoch sei die Übung nah an der Realität, sagte Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra. Beim Sägewerk-Brand in Rotenburg, als das Löschwasser aus der Fulda befördert werden musste, seien genau die Pumpen im Einsatz gewesen, mit denen die Jugendlichen nun üben.

Fünf Wertungsrichter sahen genau hin und beurteilten die Vorstellung jeder Gruppe streng: So achteten sie darauf, ob der Feuerwehrnachwuchs beim Sprung über den mit weißer Farbe simulierten Wassergraben mit der Fußspitze die Markierung berührte.

Fotos von den Wettkämpfen

Kreisentscheid im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren

Neben der Übung auf dem Sportplatz gehörte ein Bahn-Staffellauf zum Wettbewerb. Einzelne Wehren beteiligten sich auch am Staffelwettbewerb. Eine Staffel umfasst im Gegensatz zur Gruppe nur sechs Personen. Somit können auch kleinere Wehren teilnehmen.

Die Sieger

Von Breitenbach am Herzberg bis Seifertshausen: 16 Jugendfeuerwehren haben an den Wettbewerben in Lispenhausen teilgenommen.

Im Kreisentscheid für den Bundeswettbewerb kam bei den gemischten Mannschaften die Jugendfeuerwehr Ersrode auf den ersten Platz und Rohrbach auf den zweiten. Beide sind für den Landesentscheid qualifiziert. Bei den reinen Mädchenmannschaften gewann ebenfalls Ersrode und qualifizierte sich für den Landesentscheid. Im Kreisentscheid im Staffelwettbewerb der Hessischen Jugendfeuerwehr kam Obersuhl auf den ersten Platz, gefolgt von Niderjossa. (zmy)

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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