Mann ist wieder auf freiem Fuß

Geständig: Wildecker Bankräuber plagten Schulden

Wildeck. Der Banküberfall im osthessischen Wildeck-Obersuhl (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) ist aufgeklärt: Der 40 Jahre alte Täter, der sich in der Nacht zum Mittwoch bei der Polizei gestellt hatte, gab Geldschulden als Motiv an.

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Der Mann hatte am Dienstag in der Bankfiliale in Wildeck fünftausend Euro erbeutet und die Angestellten mit einer Pistole bedroht, teilte die Polizei in Bad Hersfeld am Mittwoch. Den Überfall habe er aus Verzweiflung über seine Schulden begangen.

Kriminalbeamten der Polizei Bad Hersfeld, waren für die Vernehmung nach Erfurt gefahren. Ihnen gegenüber nannte der 40-Jährige Details des Überfalls. Es gebe daher keinen Zweifel, dass er am Dienstag gegen 12 Uhr die Sparkassenfiliale überfallen hat, sagte Polizeisprecher Manfred Knoch.

Die Beute von 5000 Euro und die Tatwaffe, eine Schreckschusspistole, lieferte der Erfurter bei der Polizei ab.

Er war mit seinem Auto, einem schwarzen Mercedes, nach Thüringen geflüchtet. Der Täter, der einen festen Arbeitsplatz hat, sei bei der Polizei bislang nicht aktenkundig gewesen. 

Nach der Tat habe er ein schlechtes Gewissen bekommen und sich gestellt, sagte Knoch. Für die Staatsanwaltschaft Fulda bestand kein Grund, den geständigen Bankräuber in Haft zu behalten. Auf ihn kommt nach Angaben von Oberstaatsanwalt Rainer Heblik nun aber ein Verfahren wegen schweren Raubs zu. Die Mindeststrafe dafür betrage drei Jahre. (mcj/tat)

Quelle: HNA

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