Über 650 Unterschriften für Fußgängerüberführung: Weiterode will Brücke

Darum geht es: Die Fußgängerbrücke zwischen Oststraße und Alleestraße muss saniert werden. Die Bahn will abreißen. Foto: nh

Weiterode. Eine Brücke in Weiterode sorgt für Diskussionen. Die Deutsche Bahn will das marode Bauwerk zwischen Alleestraße und Oststraße nicht sanieren, die Stadt Bebra will es nicht haben. Nun droht der Abriss. Dagegen haben sich inzwischen hunderte Menschen ausgesprochen.

Der Ortsbeirat Weiterode kämpft für den Erhalt des Bauwerks. Innerhalb von zwei Wochen haben 657 Menschen den Text einer Resolution unterzeichnet, die den Erhalt der Brücke fordert. Weitere 274 Personen dokumentierten im sozialen Netzwerk Facebook ihre Solidarität, teilt Ortsvorsteher Georg Almeroth mit.

Thema im Stadtparlament

Das Thema steht am heutigen Donnerstag auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Die Verantwortlichen der Stadt möchten die Baulast für die marode Brücke nicht übernehmen. Vorgeschlagen wird dem Parlament, dem Abriss durch die Bahn zuzustimmen.

Die Bahn selbst will die Brücke nicht sanieren, weil ihr ein Neubau für angeblich 180 000 Euro zu teuer ist. Die Brücke stehe in keinem Nutzungskonzept der Bahn, heißt es in der Begründung des Beschlussvorschlags. Für die Fußgänger zwischen Oststraße und Wohngebiet Eichbach sei die Brücke entbehrlich.

Das sieht man in Weiterode anders. Der Ortsbeirat hatte Ende August einstimmig eine Resolution für den Erhalt der Fußgängerbrücke beschlossen. Darin heißt es: „Weiterode liegt in einem Schienendreieck der Deutschen Bahn AG. Es sollte daher eine Pflicht der Bahn sein, Verkehrswege, die diese Schienenstränge überqueren, im Sinne der Bürger Weiterodes zu erhalten.“

Kämpfen für die Fußgängerbrücke über die Bahngleise: (von links) Bernd Holzhauer, Thomas Gerlach, Ortsvorsteher Georg Almeroth, Lars Weishaar, Andreas Schweitzer und Herbert Leidenfrost mit den Unterschriftenlisten. Foto: nh

Der Ortsbeirat bittet die Stadtverordneten, die eindeutige Stimmung in der Bevölkerung zu respektieren und sich für den Erhalt der Brücke einzusetzen. Einem Abriss könne nicht einfach zugestimmt werden, zumal weder bestehende Altverträge zwischen der Bahn und der ehemals selbstständigen Gemeinde Weiterode, noch die konkreten Sanierungskosten geprüft worden seien.

Auch auf der Tagesordnung: 

Thema im Stadtparlament ist heute außerdem der Lokschuppen II, über dessen Verkauf erneut entschieden werden muss (wir berichteten). Weiterhin sprechen die Stadtverordneten über eine Neufassung der Spielapparatesteuer. Für die Ortsmitte Asmushausen soll eine Gestaltungssatzung verabschiedet werden.

Ferner stehen verschiedene Grundstücksangelegenheiten auf der Tagesordnung. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. (ank/mcj)

Quelle: HNA

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