Dieter Mahr aus Bebra erfüllte sich zum 70. Geburtstag besonderen Reisewunsch

Auf dem Rad über die Alpen

Lohn der Anstrengung: Immer wieder wurden die drei Radsportler – von links – Thomas Hahn, Gerhard Schenk und Dieter Mahr aus Bebra mit solchen Panoramablicken belohnt. Foto: nh

Breitenbach. Es war ein Geburtstagswunsch, und Dieter Mahr, vielseitiger Ausdauersportler beim TV Breitenbach, erfüllte ihn sich anlässlich seines 70. Geburtstags. Gemeinsam mit drei Freunden und Bekannten unternahm Mahr eine Radtour über die Alpen und zurück. Mit dem Rennrad bezwang der 70-Jährige die höchsten Alpenpässe und bewies dabei, wie fit er auch in diesem Alter noch ist.

Dieter Mahrs Name taucht regelmäßig in den Ergebnislisten der Volksläufe in unserer Region auf, auch auf den Monte Kali fuhr er schon mit dem Rad, und 2009 war er ebenfalls auf zwei Rädern bis in Bebras Partnerstadt Knaresborough unterwegs. Nun kehrte der Ausdauersportler zurück, gemeinsam mit Gerhard Schenk aus Bebra, Thomas Hahn aus Kassel und Franz Kies aus Fulda. Und meldete: „Alles ist gelungen, keine Zwischenfälle, alles im grünen Bereich!“ Insgesamt elf Pässe, 708 Kilometer und 10 500 Höhenmeter liegen hinter ihm und seinen Begleitern.

Kein wirkliches Problem

Gut trainiert und mit entsprechender Planung sei es „kein wirkliches Problem“ gewesen, die Herausforderung zu bestehen, erklärt Dieter Mahr.

Wäre ein Defekt aufgetreten, so wäre Mahrs Wohnmobil als Begleitfahrzeug immer in der Nähe gewesen. Dieses wurde von Franz Kies gesteuert. Übernachtet wurde im Wohnmobil, im Zelt, in Pensionen und Hotels. Im Reisegepäck hatten Mahr und seine Mitstreiter Radfahrbekleidung, Fahrradrucksack, Schlafsack und Kletterausrüstung.

Erste Planungen im Januar

Die ersten Planungen für die Tour begannen im Januar. Die Route des Grandes Alpes beginnt im schweizerischen Martigny und führt ins französische Nizza – über die Pässe Großer und Kleiner Sankt Bernard, Col de Iseran, Col de Madelaine, Col de Telegraph, Col de Galibier, Col de Izoard, Col de Vars und Col de la Bonette. Der Letztgenannte ist 2802 Meter hoch. In der Abfahrt vom Col de Galibier baute Mahr einen Abstecher zur Auffahrt nach Alpe d‘Huez ein, um dort die berühmte Bergzeitfahrstrecke der Tour de France zu bezwingen. „Es sind zwar nur 13,5 Kilometer. Aber die haben es mit 1150 Höhenmetern in sich“, erinnert sich der 70-Jahrige.

Nach Erreichen des Hauptziels Nizza wurde ein Ruhetag eingelegt. Danach begann die Heimfahrt - über Monte Carlo und San Remo ging es Richtung Genua und an den Lago Magiore. Nachdem die höchste Alpenstraße mit unzähligen Kehren und vielen Höhenmetern bezwungen worden war, erwartete die Sportler eine Flachfahrt.

Weiter ging es über Altdorf in der Schweiz am Vierwaldstätter See. Dort begann die Abschlussetappe zum Klausenpass. Von dort ging es zurück nach Deutschland. (nh)

Von Oliver Weber

Quelle: HNA

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