Rotenburg

Üben für den letzten Akt -Führungsunterstützungs-Bataillon wird aufgelöst

Tägliches Exerzieren: Major Andreas Damm (rechts) wird beim Auflösungsappell für das Führungsunterstützungsbataillon 286 die Ehrenformation befehligen. Die Soldaten üben in diesen Tagen täglich für den militärischen Akt im Rotenburger Schlosshof. Foto: Janz

Rotenburg. Das Führungsunterstützungsbataillon 286 wird außer Dienst gestellt. Dieser offizielle Akt wird am Mittwoch, 17. September, im Innenhof des Rotenburger Schlosses gefeiert, und alle, die sich dem Bataillon verbunden fühlen, sind dazu eingeladen.

Dafür üben die Fernmelder in diesen Tagen eifrig. Das Bataillon wird die Ehrenformation mit dem Heeresmusikkorps Kassel selbst stellen. Mehr Soldaten kann der Verband aus der Alheimer-Kaserne aber kaum noch aufbieten; die Tagesantrittsstärke beträgt nur noch 100 Soldaten, erklärt Major Alexander Wiesenmüler, der die Paradeaufstellung anführt. Um die Organisation des Tages zu bewältigen, werden sogar 50 Soldaten aus Erfurt ausgeliehen.

Festakt muss jetzt sein 

Wirksam wird die Außerdienststellung zwar erst Ende November, doch schon ab Oktober wird das Bataillon noch weiter schrumpfen. „Der Festakt muss jetzt passieren, weil wir sonst nicht mehr die nötige Stärke haben“, sagte Wiesenmüller.

Die Feierlichkeiten beginnen um 17.30 Uhr mit einem Platzkonzert des Heeresmusikkorps im Schlosspark. „Das Korps hat eine enge Verbindung nach Rotenburg“, erklärt Wiesenmüller, „der es auch zu verdanken ist, dass wir zur Auflösung überhaupt eine Serenade haben.“ Üblich sei das für ein Bataillon nicht. Nur größere Verbände würden mit Serenade oder Zapfenstreich verabschiedet.

Bevor das Heeresmusikkorps und die Fackelträger um 19.30 Uhr zur Serenade auf den Hof marschieren, wird zuvor die Truppenfahne offiziell verhüllt. Der Appell zur Außerdienststellung ist der letzte Akt im militärischen Leben des Führungsunterstützungsbataillons (Beginn: 18.30 Uhr).

Zwischen den Programmpunkten müssen sich die Zuschauer auf mehrere Umbaupausen einrichten. Dafür haben sie Gelegenheit, die Bundeswehr ganz feierlich aus Rotenburg zu verabschieden.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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