Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke verteidigt den Nutzen des Zweckverbands

U3-Betreuung lässt Personalkosten steigen

Alheim. Georg Lüdtke (SPD) weist Vorwürfe gegen den Verwaltungszweckverband Alheimer zurück. Rotenburg und Alheim hätten sehr wohl, wie behauptet, durch den Zusammenschluss in kurzer Zeit ihre Personalkosten um 60 000 Euro reduziert.

„Die Einsparungen stellen beileibe keine Wunscheier dar, sondern basieren auf seriösen Grundberechnungen“, erklärte der Rathauschef und Vorsitzende des Verwaltungszweckverbands.

Angesichts ständig steigender Personalausgaben der Kommunen hatte ein Leserbriefautor entsprechende Angaben des Verbandsgeschäftsführers Thomas Eckhardt als Wunschdenken bezeichnet.

„Selbstverständlich stiegen die Personalkosten der öffentlichen Hand in den letzten Jahren kontinuierlich an“, bestätigt Lüdtke. Das liege aber vor allem am Ausbau der Kleinkindbetreuung. Die neuen U3-Gruppen hätten die Gemeinde Alheim in den vergangenen fünf Jahren 336 000 Euro an zusätzlichen Personalkosten gekostet. Hingegen seien im Bereich der Verwaltung durch Personalabbau binnen vier Jahren die Kosten um 10 000 Euro gesenkt worden. „Es ist daher sachfremd, pauschal zu behaupten, dass Personalkosten steigen“, sagt Lüdtke. Man müsse die rechtlichen Rahmenbedingungen in Betracht ziehen, denn der Ausbau der Kleinkindbetreuung wurde den Gemeinden gesetzlich vorgeschrieben.

Ausgeglichene Haushalte

Der Verwaltungszweckverband verfolge genau das Ziel, die Haushalte durch interkommunale Zusammenarbeit zu entlasten. „Wie das Ministerium und letztendlich die Bewilligung in Höhe von 75 000 Euro zeigen, haben sich beide Kommunen auf den richtigen Weg begeben“, sagt Lüdtke, zumal Rotenburg und Alheim weiterhin 2016 ausgeglichene Haushalte vorlegen wollen.

Die politischen Entscheidungsträger hätten das Kirchturmdenken ad acta gelegt, um bisher eigenständige Verwaltungsaufgaben gemeinsam zu bewältigen. Dadurch konnten 0,7 Personalstellen und Sachkosten abgebaut werden. „Es spielt hierbei keine Rolle, wo und wie dies geschieht, sondern vielmehr, dass etwas geschieht“, erklärt Lüdtke. Dieser gemeinsame Weg solle fortgesetzt werden. (mcj)

Quelle: HNA

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