Bahngeschichte: Vortrag zur Elektrifizierung der Strecke Bebra-Cornberg

Der Tunnel bereitete Probleme

Historisch: Das alte Foto zeigt Gleisbauer an der Bahnstrecke Bebra-Cornberg. Foto: nh

Bebra / Cornberg. Zu einem Diavortrag lädt der Geschichtsverein Altkreis Rotenburg nach Bebra in den Hessischen Hof am Mittwoch, 25. Juni, um 19.30 Uhr ein. Karl Mohr aus Braunhausen wird über die Elektrifizierung der Strecke Bebra – Cornberg berichten. Anfang der 1960er- Jahre wurde die Planung zur Modernisierung aufgenommen. Diverse Schwierigkeiten mussten überwunden werden, war doch beispielsweise der Braunhäuser Tunnel für die neue Oberleitung zu niedrig.

Erdrutsch in Braunhausen

Mehrere Varianten wurden diskutiert, schließlich entschied man sich, einen Einschnitt zu machen, also den Tunnel freizulegen und abzutragen. Am 18. Mai 1962 geschah dann ein folgenschweres Unglück, über das sogar das Fernsehen berichtete: Die Böschung rutschte ab, die Erdmassen verschütteten die wichtige Süd-Verbindung der Eisenbahn. Glücklicherweise konnte das Teilstück rechtzeitig gesperrt werden, bevor ein Zug auf der weiterhin befahrenen Bahnstrecke Bebra-Göttingen die Baustelle erreichte. Der Zeitplan und die Kostenschätzung waren nun erheblich durcheinandergekommen. Die Baumaßnahmen, vor allem die riesigen Erdmassen, die in der Nähe abgelagert wurden, veränderten die Landschaft folgenschwer. Heute erinnert nur noch ein etwas oberhalb von Braunhausen stehender Gedenkstein, der aus dem ehemaligen Tunnelportal hergestellt wurde, an dieses mutige Bauprojekt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Geschichtsvereins Altkreis Rotenburg kostet für Mitglieder 1,50 Euro, Nichtmitglieder zahlen 2,50 Euro, Schüler haben freien Eintritt. (red/rey)

Kontakt: Andreas Rehs, Telefon 0 66 23 / 4 15 48.

Quelle: HNA

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