Trostloses Bauwerk: Ideen für Mauer in Weißenhasel gesucht

Gegensätze in der Ortsmitte von Weißenhasel: Auf der einen Seite der Hauptstraße liegt das bunt gestaltete Freizeitgelände für Jung und Alt, auf der anderen Seite steht die unansehnliche Mauer. Fotos: Dupont

Weißenhasel. Weißenhasel hat durch die Dorferneuerung an Attraktivität gewonnen. Die unschöne Mauer gegenüber dem Platz für alle Generationen ist aber fast unverändert geblieben.

Im Jahr 2012 endete das Programm der Dorferneuerung in dem größten Nentershäuser Ortsteil. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde saniert und erweitert, in der Ortsmitte wurde der Spielplatz aufpoliert zu einem Platz für alle Generationen.

Ein erster Versuch: Angebrachte Holzleisten sollen die Mauer optisch etwas auflockern.

Ein kleines Projekt, über das sich die Bürger schon während der Dorferneuerung Gedanken gemacht hatten, ist allerdings noch nicht wirklich angepackt: Damals hatte der Dorferneuerungsbeirat unter anderem angeregt, die Mauer an der Hauptstraße mit Holzleisten zu versehen, um sie optisch aufzulockern.

„2013 wurden die Hölzer dann angebracht“, berichtete Ortsvorsteher Frank Hauck auf Anfrage. In seiner jüngsten Sitzung hat sich auch der Ortsbeirat noch einmal mit dem Thema beschäftigt. Auch über die Anregung, die Mauer farbig zu gestalten sprachen die Mitglieder. Am Ende wurde das Thema vertagt.

„Diskutiert wird auch die Möglichkeit, die Mauer zu begrünen“, berichtete Hauck. Dann sei allerdings die Frage, wer sich um die Pflege kümmere und die Bepflanzung zurückschneide.

„Auch in unserem Dorf werden die Aktiven immer älter und weniger. Die jungen Leute sind berufstätig und haben keine Zeit“, betonte der Ortsvorsteher. Ausdrücklich lobte er in diesem Zusammenhang die Landfrauen, die die neu gestaltete Böschung zur Kirche hoch pflegen.

„Es reicht nicht, etwas schön zu machen. Wir brauchen auch jemanden, der es erhält.“ Eine Idee für die unansehnliche Mauer war auch, eine Hintergrundbeleuchtung an den Hölzern anzubringen, um die Ansicht in der Dunkelheit zu verschönern.

„Die Unterhaltungspflicht für die Mauer hat das Land Hessen“, erklärte Bürgermeister Ralf Hilmes. Alle Ideen müssten mit dem Land als Eigentümer der Mauer abgestimmt werden. Auch für das Anbringen der Hölzer musste die Gemeinde die Zustimmung des Landes einholen.

Eingeschaltet worden war auch die Verkehrsbehörde des Landes, Hessen Mobil. Die Behörde sehe aber keinen Anlass, gestalterisch an der Mauer etwas zu verändern. Baulich sei sie in Ordnung.

„Wenn wir die Mauer nachts beleuchten würden, müsste geprüft werden, ob die Beleuchtung auch nicht blendet“, erklärte Hilmes. Viele Ideen seien mit Kosten verbunden. Das müsse man bedenken.

„Wenn Bürger Ideen für die Gestaltung der Mauer haben, können sie sich gern beim Ortsbeirat melden“, betonten Hauck und Hilmes.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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