Bestattungen im Kreis: Zur letzten Ruhe werden Urnen bevorzugt

Trend: Grabpflege soll wenig Arbeit machen

Hersfeld-Rotenburg. Der Trend zu kostengünstigen Bestattungen setzt sich im Landkreis fort. Die Angehörigen sollen zudem wenig Arbeit bei der anschließenden Grabpflege haben.

Urnenbestattungen liegen somit weit vorn. Das haben Verwaltungen ebenso registriert wie Bestattungsunternehmen im Kreis.

Hauptgrund neben Geldmangel ist offenbar der demografische Wandel: Viele alte Menschen leben allein in der Region, die Angehörigen sind in Ballungszentren gezogen und können sich nicht um die Grabpflege kümmern. Da wird nach einer Bestattungsform gesucht, die möglichst pflegeleicht ist. In den Kommunen wurde längst auf diesen Trend reagiert. Sie bieten viele verschiedene Bestattungsformen an. Auch der Friedwald in Ersrode ist mittlerweile eine beliebte Option.

In der Stadt Bad Hersfeld zum Beispiel machen schon seit einigen Jahren Urnenbestattungen etwa 70 Prozent aller Bestattungen aus, erklärte Pressesprecher Meik Ebert. Auch in Bebra gibt es zu zwei Dritteln Urnenbestattungen, schätzt Bernhard Schade von der Friedhofsverwaltung. „Ganz normale Erdbestattungen sind dramatisch zurückgegangen“, bestätigt auch Hans-Joachim Löffler von der Gemeinde Wildeck. In Rotenburg, wo der Trend ähnlich ist, hat man jetzt auch noch mit der Einrichtung eines Friedparks auf die geänderten Bedürfnisse reagiert.

In Alheim dagegen halten sich Urnen- und Erdbestattungen die Waage, sagt Jörg Wagner, zuständig für Friedhofswesen. Das mag auch damit zusammenhängen, dass in Alheim ein relativ hoher Anteil von Aussiedlerfamilien lebt, die die konventionelle Beerdigung vorziehen.

Dass bei der Wahl der Bestattung die Kosten eine Rolle spielen, hat auch Heide Keßler vom Bebraer Bestattungsunternehmen A. Keßler registriert: „Die Zeit der großen Grabstätten ist vorbei“, sagt sie.

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Quelle: HNA

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