Große Aufräumaktion nach Sturm auf Gelände des Angelsportvereins Obersuhl

Trauer um Trauerweiden

Mit schwerem Gerät wurden die umgestürzten Bäume bearbeitet und vom Weg und aus den Teichen entfernt: Die Angler hoffen, dass die Ausflügler trotz der entstandenen Lücken wie bisher in Scharen zu der bewirtschafteten Anlage kommen. Jetzt müssen noch die Löcher, die die Wurzeln hinterlassen haben, mit Schottersteinen gefüllt werden. Die Angler suchen dafür noch einen Sponsor. Der Verein hat zurzeit 78 Mitglieder, davon 38 aktive. Foto: Hans Joachim Rieger/nh

Wildeck. Diesen Tag werden die Mitglieder des Angelsportvereins „Forelle“ Obersuhl wohl nicht so schnell vergessen. Es ist Dienstag, 6. August, 18.30 Uhr. Ein Sturm fegt über den Landkreis und hinterlässt vor allem auch in der Gemeinde Wildeck seine Spuren.

Auf dem Gelände des Angelsportvereins Obersuhl im Rhäden entwurzelt der Sturm vier mächtige Trauerweiden. „Sie knickten um wie Streichhölzer“, erzählt der Vorsitzende Jörg Heckroth, der das Unheil mit ansah.

Getränke und Eis

Damit verliert die vom Verein bewirtschaftete Anlage einen Teil ihrer besonderen Atmosphäre. Zum Glück wurde das Vereinsheim nicht beschädigt. Die Anlage ist ein beliebtes Ziel für viele Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger, die zum Vogelschutzgebiet unterwegs sind. „Wir bieten dort Getränke und Eis an“, berichtet der zweite Vorsitzende Hans Joachim Rieger. Die Ausflügler können es sich auch draußen an Tischen gemütlich machen und die Atmosphäre der Anlage genießen.

Um das Heim herum sind vier Angelteiche angelegt. An jedem Teich standen Trauerweiden – insgesamt sechs. „An jedem Teich ist eine umgestürzt“, berichtet Rieger. Drei fielen in die Teiche, eine auf einen Weg.

Vor 35 Jahren gepflanzt

Vor 35 Jahren wurden die Trauerweiden gepflanzt. „Sie waren ein wunderschöner Anblick“, sind sich die Angler einig, die die Bäume auch liebevoll gepflegt haben. Die Gäste, die sich während des Sturms im Anglerheim aufhielten, konnten zunächst nicht nach Hause fahren. Ein Baum war auf die Straße gestürzt. Die Wildecker Feuerwehr, die an diesem Abend und in der Nacht alle Hände voll zu tun hatte, musste erst den Weg freiräumen.

An den Tagen danach war das große Aufräumen angesagt. Weil weder die Angler noch die Gemeinde die passenden Geräte besitzen, erklärte sich das Forstunternehmen Fey aus Bosserode bereit, mit einem Fahrzeug zum Holzrücken vor Ort auszuhelfen und die Bäume aus den Teichen zu ziehen. Das Unternehmen ließ sich nur den Sprit ersetzen. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betont der zweite Vorsitzende. Die einfacheren Arbeiten erledigten die Angler selbst mit Motorsägen.

Riesige Kronen

Jetzt überlegt der Verein, wie die Lücken wieder bepflanzt werden sollen. „Trauerweiden haben riesige Kronen und wurzeln nicht tief“, wissen die Angler. Deshalb sind sie nicht die erste Wahl. Aber die Lücken sollen auf jeden Fall wieder bepflanzt werden, damit die Anlage wieder so schön wird, wie sie war.

Öffnungszeiten: Das bewirtschaftete Anglerheim ist jeden Tag von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Es liegt am Rande des Naturschutzgebietes Rhäden hinter der Großsporthalle in Richtung Dankmarshausen. Weitere Informationen im Internet unter www.asvobersuhl.de

Von René Dupont

Quelle: HNA

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