Nach fünfeinhalb Jahren in neuem Glanz

Totalumbau der Vitalisklinik beendet

Bad Hersfeld. Mit der begründeten Hoffnung auf bessere Zeiten wurde gestern der Totalumbau der Vitalisklinik in Bad Hersfeld abgeschlossen. Fünfeinhalb Jahre nach Beginn der bei laufendem Betrieb ausgeführten Arbeiten zeigt sich die anerkannte Fachklinik für Stoffwechselkrankheiten in nahezu allen Bereichen in neuem Glanz.

Insgesamt 12,5 Millionen Euro hat die Stadt mit Unterstützung von Zuschüssen über ihre Wirtschaftsbetriebe in die Runderneuerung der sanierungsbedürftigen Immobilie, die Ausstattung der knapp 200 Patientenzimmer und die medizinischen Abteilungen investiert.

Festtag für den Standort

Klinikgeschäftsführer Hans-Wilhelm Saal sprach von einem Festtag für die Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Bad Hersfeld, verschwieg jedoch nicht, dass es nun um eine „vernünftige Auslastung“ gehe, um die Investitionen zu rechtfertigen.

Bürgermeister Thomas Fehling, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Klinik-GmbH ist, berichtete von „viel versprechenden Zahlen“. Allerdings sei man „noch nicht da, wo wir hinmüssen,“ spielte Fehling auf die anhaltend defizitäre Lage der Klinik an. Die Hoffnung auf bessere Zeiten verknüpfte er jedoch mit dem „hervorragenden Ruf“, den die Einrichtung mittlerweile genieße.

Architekt Frank Dorbritz erinnerte an die schwierige Aufgabe, Umbau und Erneuerung unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf Patienten und Personal zu realisieren. Viele Arbeiten wurden deshalb in die belegungsschwachen Wintermonate gelegt. Die Dimension verdeutlichte Dorbritz durch einige Zahlen: So seien mehr als fünf Kilometer Wasserleitungen und 54 Kilometer Stromleitungen verlegt worden, es wurden 3000 Schalter ausgewechselt, 200 Fenster erneuert und 6500 Quadratmeter Fußboden verlegt.

Erster Stadtrat Dr. Rolf Göbel, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft Wirtschaftsbetriebe, hatte als Leihgabe die Statuen von fünf Kaisern und Königen mitgebracht, die vorübergehend das Foyer der Klinik zieren. Die gekrönten Häupter mit historisch belegtem Bezug zu Hersfeld standen früher im Stiftsbezirk, wurden nach mehreren Vandalismus-Vorfällen jedoch wieder entfernt. Später sollen sie an einem sicheren Ort im Stift eine neue Heimat finden.

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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