Toom-Markt in Bebra dient jetzt als Notunterkunft

Im Container: Auf dem Freigelände des ehemaligen Baumarkts stehen jetzt Duschcontainer. Auch Dixi-Toiletten werden noch aufgestellt. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann Bebra. Der ehemalige Toom-Markt ist vorbereitet für die Aufnahme von Flüchtlingen: Das Gebäude wurde innerhalb von gut drei Wochen so hergerichtet, dass 400 bis 600 Menschen dort eine erste Bleibe finden können.

Sie werden mit dem Notwendigsten versorgt, bis Platz in einer regulären Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen ist.

Es gibt hier eine erste gesundheitliche Versorgung, Stockbetten, Essen. Die Menschen können nach ihrer oft wochenlangen Flucht duschen, ihre Wäsche waschen. Sie sind in Sicherheit, und es ist warm. Die Grundbedürfnisse werden erfüllt.

Vor Belegung der Einrichtung, vermutlich in der ersten Februarhälfte, hatten die Mitglieder des Kreistags und des Bebraer Magistrats sowie Medienvertreter die Möglichkeit, die Unterkunft anzusehen. Das ist nicht mehr gestattet, wenn die ersten Schutzsuchenden das Gebäude bezogen haben. Von einer spartanischen Ausstattung sprachen Landrat Dr. Michael Koch und Jörg Göbel vom Landratsamt (Katastrophenschutz), die durch den ehemaligen Baumarkt führten. Der Landkreis hat die Einrichtung im Gegensatz zum Herkulesmarkt in Bad Hersfeld von Firmen im Auftrag des Landes Hessen herrichten lassen. Der DRK-Kreisverband Rotenburg half mit 50 Ehrenamtlichen beim Aufbau der Betten und der Bestückung des Lagers, berichtete Günter Wenczel.

Im ehemaligen Herkulesmarkt traten auch in dieser Woche wieder neue Fälle von Windpocken auf. Hier leben momentan 200 Personen, weitere werden zurzeit wegen Ansteckungsgefahr nicht zugewiesen.

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