Eine Boulebahn, eine Bühne und ein „wildes Land“ – viele Pläne in Oberellenbach

Ein toller Platz für alle

Fleißige Helfer und Planer: Dorfbewohner samt Politikern vor dem Bagger auf dem Platz in Oberellenbach. Foto: Meyer

Oberellenbach. Kinder werden zwischen den Apfelbäumen toben, kleine Cowboys werden ein Holzhäuschen gegen kleine Indianer verteidigen. In Sichtweite sonnt sich ein Jugendlicher in der Hängematte, und ältere Herrschaften werfen nebenan die Boule-Kugel. In Oberellenbach entsteht ein Spielplatz nicht nur für Kinder – ein „Mehrgenerationenplatz“.

Die maroden Geräte beim Bolzplatz dürfen die Kinder nicht mehr benutzen. Deshalb formierte sich um Ortsbeiratsmitglied Matthias Kambach eine Arbeitsgruppe Spielplatz. Kambach, Ricarda Klode, Lena Heilmann, Martin Spieker und Uwe Schneider nahmen im Frühjahr 2011 die Arbeit auf. Ihr Ziel: ein Konzept für einen Kinderspielplatz, der, wie Kambach sagt, zugleich „ein Platz für alle“ sein sollte.

Auf den perfekten Ort hatten sie sich schnell geeinigt. Rund um das Jugend- und Freizeitheim liegt eine Wiese mit Bäumen, auf der schon einige Spielgeräte stehen.

Die Gruppe besichtigte Spielplätze im Umkreis von 40 Kilometern, um sich Anregungen zu holen. Es gab Vorschläge, Informationsveranstaltungen, Rückmeldungen von den Dorfbewohnern. Jetzt ist das Konzept fertig, die Finanzierung steht, und die Baggerschaufel hat bereits das erste Mal die Grasnarbe aufgerissen.

Sitzplätze im Rund

In einer Ecke werden Sitzplätze im Rund entstehen, eine Art kleines Amphitheater für Theater-Aufführungen im Freien. Die Boulebahn bleibt an ihrem Platz. Auf einer Rutsche sausen Kinder den Hang hinunter. Die vorhandene Schaukel wird ein rundes Kiesbett umgeben, nebenan steht dann ein großes hölzernes Spielgerät inmitten von weichen Hackschnitzeln, daneben ein runder Sandspielplatz.

Kinder können auf Holzpfählen oder über naturbelassene Stämme balancieren. Den Bereich rechts vom Freizeitheim nennen die Planer „wildes Land“. Hier entstehen zwei Holzhäuschen zwischen Obstbäumen. Alle Bäume bleiben stehen. Die große Wiese bleibt frei als Platz für Ballspiele oder für ein Festzelt.

Der Mehrgenerationenplatz soll die Attraktivität des Jugend- und Freizeitheims erhöhen. „Wir wollen, dass Besucher sich auch draußen wohlfühlen können“, sagt Matthias Kambach. Wenn die Erwachsenen im Saal ein Fest feierten, könnten die Kinder auf dem Platz toben.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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