Toller Heimatabend zur Solzer Kirmes - Feuerwerk der guten Laune

+
Premiere: Die von Monique Roglin ins Leben gerufene Kids-Tanzgruppe „Let’s Dance“ trat am Donnerstagabend zum ersten Mal vor großem Publikum auf. Die Zuschauer waren hin und weg.

Solz. Wochenlang planende Kirmesburschen und -mädchen, mit strahlenden Augen wartende Kinder, Tänzer, Theaterspieler, spontan sich engagierende Solzer und zum 48. Mal hintereinander die Bläser des Posaunenchores.

Alle sind sie gekommen, um das gespannt wartende Publikum im vollbesetzten Festzelt auf das große Heimatfest, die Solzer Kirmes, einzustimmen.

Jens Rettig, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Solzer Vereine, betritt die Bühne und eröffnet den Heimatabend. Ortsvorsteher und Co-Moderator Friedhelm Claus lobt das Engagement und die Identifikation der Solzer mit ihrer Kirmes, Pfarrer Axel Dück lädt ein zur Predigt zum Kirmesmotto „Verdammt gut!“, der aus Iba herbeigeeilte Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner macht den Solzern dicke Komplimente, und auch Bürgermeister Uwe Hassl, seit Rückkehr aus dem Urlaub mit frisch gewachsenem Bart, findet anerkennende Worte. Dann ziehen die Kirmesburschen Justin Hübschmann und Kai Siebald den Erntekranz hoch.

Zu den Klängen des Posaunenchores und zur Freude aller. Ähnlich ist es beim Sketch „Unterricht mal anders“ der jungen Theatergruppenmitglieder. Total witzig, wie sie ihre Vertretungslehrerin (Alena Kolitsch) austricksen und „einpacken“. Die in Vampir- und Gespensterkostümen auftretenden GilfPeppers, die zum größten Teil aus SolzPeppers bestehen, verzücken mit drei Liedern aus dem Musical „Villa Spooky“.

Heimatabend der Kirmes in Solz

Ein Da-Capo hätte man sich auch von Alena Kolitsch und Katrin Claus gewünscht, die beim Sketch „Ohne Worte“ als auf gutes Aussehen bedachte Dame aus der Stadt und als diese nachahmende, urkomische Landpomeranze begeistern.

Nur wenig später unterhalten sich die beiden als Nachbarinnen Kimberley und Lisbeth bei Friseurin Mandy (Carlotta Claus) über Solzer Begebenheiten. Eine Silberhochzeit etwa, vor der eine Frau ihren schon etwas abgeschlafften Mann gefragt haben soll: „Wollen wir nicht doch ein Schwein für unsere Feier schlachten?“ Dessen Antwort: „Was kann denn das arme Viech dafür!“

Farbenprächtig gekleidete und hinreißend agierende Damen und Herren von Feuerwehr und Sportverein überzeugen mit einer Rundreise durch Amerika, die Kirmesgruppe gibt sich als „Räuber und Gendarmen“, und die „AG Dortmunder Union“ verhohnepipelt die Zustände bei der Abendtoilette im Altersheim. Die Lacher auf ihrer Seite haben natürlich auch die Kneipengänger Georg Reuss und Hans Weber mitsamt Hansens schlafwandelnder Ehefrau (einmal mehr Alena Kolitsch). Und die Straßenkehrer Bernhard Eisel und Martin Kühn, die wichtige „lokalpolitische“ Ereignisse beleuchten. Das alles ist so „anstrengend“, dass die beiden beschließen, erstmal Urlaub auf der Richelsdorfer „Fanta-Farm“ zu machen.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare