Drachen am Fluss am Fuldaufer: Von Tigerente bis Blaubär

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Strahlend: Die Tigerente hat Carsten Onasch gebaut. Am Abend leuchtete sie.

Rotenburg. Wenn der Herbst und damit die Drachensaison vorbei ist, dann finden die Drachenbauer die Zeit, sich mit Nähmaschine, Stoff und Schere in den Keller zurückzuziehen.

Die Ergebnisse ihrer kreativen Arbeit präsentierten Drachenfreunde aus ganz Deutschland am Wochenende am Rotenburger Fuldaufer bei der Veranstaltung „Drachen am Fluss“.

Neben Bären, Fröschen, Kamelen und einem riesigen Radlader saß auch ein 15 Meter großer blauer Bär, der aus dem Fernsehen bekannten Figur Käpt’n Blaubär nachempfunden. Dirk Krüger aus Barntrup hat ihn entworfen und gebaut, aus 320 Quadratmeter Spinnacker-Nylon. Einen Winter lang hat er daran gesessen, an den Wochenenden nach der Arbeit. Bernhard Dingwerth, in der Szene weltweit bekannt, erklärt die Liebe zum Drachen-Bauen: „Eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt.“

In Rotenburg zeigten die Drachenbauer stablose Drachen, die allein nicht gut fliegen können. Sie benötigen zum Abheben einen sogenannten Lifterdrachen, der sie an einer Schnur von oben in die Höhe zieht. Premiere feierte in Rotenburg ein grünes Drachenmonster namens Nessie, das seinen Hals aus der Fulda in die Höhe reckte. Der als El Locco bekannte Drachenbauer Carsten Onasch hatte es eigens für diese Veranstaltung gebaut.

Bunte Drachen am Fuldaufer: Meik Schglenger aus Paderborn hat sie entworfen.

Stimmungsvoll war der Samstagabend: Dicht drängten sich die Menschen auf der alten Fuldabrücke, um die angestrahlten Drachen zu bewundern. Manche davon, so etwa der Kugelfisch von Dirk Ernst, leuchteten von innen in bunten Farben. Dietmar Engelhardt ließ Drachen in die Dunkelheit steigen, jonglierte mit Fackeln und spuckte Feuer. Den Abschluss des Abends bildete ein Feuerwerk.

Am 12. und 13. Oktober wird der Drachenclub Waldhessen in Iba das Drachenfest veranstalten. Dann werden die Figuren auch in den Himmel steigen. (zmy)

Fotos von den Drachen

Drachen am Fluss in Rotenburg

Quelle: HNA

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