Ferien und Katzen sorgen für volle Zwinger und Käfige im Kreis

Das Tierheim platzt aus allen Nähten

Hersfeld-Rotenburg. In den Ferien vermelden Hessens Tierheime wieder volle Zwinger und Käfige. Grund sind aber nicht in erster Linie ausgesetzte Tiere; viele Urlauber bringen ihre Zwei- und Vierbeiner im Tierheim unter, während sie verreisen. Mit den Pensionsplätzen soll auch vermieden werden, dass Tiere in der Urlaubszeit ausgesetzt werden.

Auch das Tierheim in Bad Hersfeld hat als einziges Tierheim für den Kreis Hersfeld-Rotenburg seine Kapazitätsgrenze erreicht. 26 Fund- und Abgabehunde und rund 100 Katzen sowie diverse Kleintiere sind dort derzeit untergebracht. Dazu kommen noch um die 30 Pensionshunde   und      einige -katzen. Für Notfälle müssen immer ein bis zwei Zwinger freigehalten werden.

Das Tierheim gehört dem Tierschutzverein Bad Hersfeld, der damit auch für den Kreis und die Kommunen tätig wird. Denn diese sind gesetzlich verpflichtet, Fundtiere und „Zwangsabgaben“ aufzunehmen. Alle Tiere, die im Kreis gefunden oder ihren Besitzern weggenommen werden, landen im Hersfelder Tierheim. Laut Kreis-Pressesprecher Michael Adam nimmt der Verein damit eine wichtige Aufgabe des Tierschutzes wahr.

Von den Städten und Gemeinden im Kreis bekommt der Verein derzeit insgesamt 30 000 Euro pro Jahr, was 25 Cent pro Einwohner im Jahr entspricht. Dem Vorsitzenden Winfried von Alpen ist das zu wenig, er sieht die Finanzierung des Tierheims für die Zukunft kritisch und bemängelt die fehlende Lobby für Tiere. Thomas Baumann, Sprecher der Bürgermeister im Kreis, weist allerdings darauf hin, dass auch die Kommunen klamm seien.

Probleme bereiten vor allem herrenlose Katzen sowie „Kampfhunde“, die sehr hohe Kosten verursachten, aber kaum zu vermitteln seien. Die „Katzenschwemme“ bestätigen auch der Landestierschutzverband, die Tiernothilfe Rotenburg und der Tierschutzverein Rotenburg. Zum Tage Hintergrund, SEITE 2

Von Nadine Maaz

Quelle: HNA

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