Sandsteinmuseum Cornberg zeigt Sonderausstellung mit originalgetreuer Farbkopie

Das teuerste Buch der Welt

Immer einen Besuch wert: das Kloster Cornberg, das Sandsteinmuseum und der Steinbruch.

Cornberg. Mit der Wiedereröffnung nach der Winterpause wartet das Sandsteinmuseum Cornberg ab Sonntag, 3. März, mit einer neuen Sonderausstellung auf: Gezeigt werden historische Bücher und Dokumente rund um das Kloster Cornberg. Sie stammen aus der Sammlung des Museumsmitarbeiters und Heimatforschers Heinz Moch.

Die Attraktion dabei ist ein Faksimile des teuersten Buches der Welt: Das Evangeliar Heinrich des Löwen von 1188 ist als originalgetreue Farbkopie des historisch wertvollen Dokuments ausgelegt. Das Evangelienbuch wurde von dem Benediktinermönch Herimann in prunkvoller Handschrift mit goldenen Buchstaben und einer reichen Illustration erstellt. Das teilt der Heimat- und Verkehrsverein Cornberg mit. Das Original wurde 1983 zum Preis von 32,5 Millionen Mark von der Bundesrepublik Deutschland und weiteren Geldgebern erworben und dürfte damit das wertvollste und teuerste Buch der Welt sein, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das „Closter Cornberg“ wird wegen seines starken Fruchtwuchses in einer dickbändigen Topografie Hessens aus dem Jahre 1655 erwähnt und die wichtigsten Orte Hessens im Kupferstich sind darin enthalten.

Gezeigt werden neben Lithografien, alten Klosteraufnahmen, Zeichnungen, Personenbildnissen der Zeitgeschichte auch das Urkundenbuch des Klosters Cornberg in einer Fassung des Metropolitan Schmincke von 1872.

Mit der Sonderausstellung sollen die Geschichte Cornbergs in das Bewusstsein gerückt und die weiträumigen Verbindungen anschaulich präsentiert werden.

Das Sandsteinmuseum Kloster Cornberg ist einzigartig und informiert in seinem geologisch-paläontologischen Teil über die Geschichte und die Entstehung des Cornberger Sandsteins einschließlich der darin gefundenen permzeitlichen Saurierfährtenspuren. Der Kuperschieferbergbau ist genauso wie die Geschichte der Siedlung Cornberg im Museum anschaulich dargestellt. Für Kinder wird gerne der Fragebogen zur „Museums-Rallye“ herausgegeben, mit dem zum Jahresende an einer Preisverleihung teilgenommen werden kann.

Der angrenzende ehemalige Steinbruch mit Europas größter Saurierfährtenplatte sowie einem Mineralienschaudepot kann bei Führungen besichtigt werden.

Führungen nach Absprache

Das Sandsteinmuseum mit dieser Sonderausstellung öffnet erstmalig in diesem Jahr wieder am Sonntag, 3. März, und ist danach an Sonn- und Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Führungen im Museum, Kloster und/oder Sandsteinbruch/Mineralienschaudepot werden für Gruppen nach telefonischer Terminvereinbarung angeboten. (red/dup)

Kontakt: 1. Vorsitzende Renate Simon, Telefon 05650/ 286, oder Gemeindeverwaltung Cornberg, Regina Panitz-Itter, 05650/ 96 970.

Quelle: HNA

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