Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft PEG erprobt im Herz-und Kreislaufzentrum neue Verfahren

Als Testpartner viel Geld sparen

Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) Rotenburg: Aufsichtsratsvorsitzender Peter Klufmöller (Melsungen) und Geschäftsführer Guido Wernert (rechts) vor dem Haupteingang des Klinikzentrums am Rodenberg. Foto: Steinbach

Rotenburg. Das Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) Rotenburg ist jetzt Testpartner der PEG Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft in München. Der PEG gehören bundesweit mehr als 2400 Gesundheits- und Sozialeinrichtungen als Mitglieder an. Die Genossenschaft hat Liefervereinbarungen mit 400 Lieferanten, unter anderem für den kompletten Klinikbedarf. In Zusammenarbeit mit dem HKZ will die PEG neue Ideen für den Klinikbetrieb entwickeln. Dabei geht es auch um Möglichkeiten, Kosten zu sparen.

Weitgehender Einblick

Das HKZ wurde als „Best Practice Partner“ ausgewählt, um in Rotenburg neue innovative Verfahren frühzeitig zu erproben, erklärt HKZ-Geschäftsführer Guido Wernert. Die Spezialklinik am Rodenberg gewährt den PEG-Experten Einblick in alle Sparten und legt sämtliche Bücher offen. Die fundierte Beratung in den Bereichen von Einkauf über Management bis zum Betrieb „kostet uns nichts“, freut sich Wernert, der die Partnerschaft gemeinsam mit dem PEG-Vorstandsvorsitzenden Anton J. Schmidt eingefädelt hat.

Das HKZ arbeitet bereits seit 20 Jahren mit der Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft zusammen. Jedes Jahr setzt die Klinik rund acht Millionen Euro mit der PEG um. Die Genossenschaft liefert vom Klinikbedarf über Implantate bis zu Reinigungsmitteln fast alles, was im HKZ benötigt wird, zu sehr günstigen Preisen. Wie groß die jährliche Einsparung durch den gemeinsamen genossenschaftlichen Einkauf ausfällt, kann Wernert nicht genau beziffern. Es gehe aber auf jeden Fall um einen ansehnlichen, sechsstelligen Betrag.

Das HKZ als privat geführtes interdisziplinäres Klinikzentrum verfügt in Rotenburg über die Akut-Fachrichtungen Kardiologie mit zertifizierter Brustschmerz-Einheit, Herz- und Gefäßchirurgie, Anästhesie, Neurologie einschließlich Schlaganfall-Einheit, Pneumologie sowie über kardiologische, neurologische und orthopädische Rehabilitation. Insgesamt gibt es 573 Plan- und Vertragsbetten. In den vergangenen Jahren wurden rund 34 Millionen Euro investiert, insbesondere in die zukunftsweisende Ausstattung der Klinik. Beschäftigt sind beim größten Arbeitgeber in Rotenburg rund 900 Mitarbeiter.

2011 verzeichnete das HKZ 59,2 Millionen Euro Umsatz und einen Gewinn von 76 000 Euro. In diesem Jahr ist ein Umsatz von rund 65 Millionen Euro sowie ein Gewinn in sechsstelliger Höhe angepeilt.

Von Jörg Steinbach

Quelle: HNA

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