Familien feierten gemeinsam Gottesdienst

Großes Fest mit 17 Täuflingen in Obersuhl

Glückliche Großfamilie: Zur Taufe von Jonathan und Mama Ulrike Eimer waren auch die drei Uromas Inge Schwarz, Käthe Eimer und Irmgard Häcker (von links) nach Obersuhl gekommen. Mit allen freut sich Papa Christian Eimer. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Obersuhl und von Matthias Weber am Keyboard. Für das gemeinsame Festessen sorgte das DRK. Fotos: Apel

Obersuhl. Mit der Mutter und 15 weiteren jungen Menschen in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen zu werden, ist schon etwas ganz Besonderes. Dem zwei Jahre alten Jonathan Eimer aus Hönebach war dieses Erlebnis am Sonntag beim ersten großen Tauffest der evangelischen Kirchengemeinden der Region Nentershausen-Wildeck vergönnt.

Ein bisschen weinerlich war Jonathan allerdings zumute, als er an der Reihe war und von Pfarrer Winfried Schiel mit Wasser benetzt und gesegnet wurde. Als er dann aber wieder auf Papas Arm saß und beobachten konnte, wie der Mann mit der Brille und dem schwarzen Umhang auch seine Mama taufte und wie die sich darüber freute, ging es ihm besser.

Jonathan gehörte zu 17 Täuflingen aus Obersuhl, Weißenhasel, Hönebach, Richelsdorf, Bosserode und Nentershausen, die von den Pfarrerehepaaren Anette und Janosz König, Andreas und Juliane Schmidt-Wecken und Pfarrer Winfried Schiel zur gemeinsamen Taufe im Obersuhler Gemeindegarten eingeladen worden waren. Zusammen mit Eltern, Paten und weiteren Familienangehörigen nahm eine große Zahl von Gemeindemitgliedern an der in der Region bis jetzt einmaligen Feier teil.

Treue Begleitung

Bei der Begrüßung unterstrichen die Seelsorger, dass jeder Mensch eine eigene, von Gott getragene Persönlichkeit sei und dass Gott bei der Taufe all diejenigen, die getauft werden, beim Namen rufe: „Er verspricht seinen Kindern treue Begleitung auf ihrem Lebensweg! Wenn das kein Grund zum Feiern ist!“, betonte Pfarrer Janosz König, der dies dann auch noch einmal in der Predigt untermauerte.

Nach der Verlesung des Taufevangeliums und der Beantwortung der in unterschiedlicher Ausprägung an Eltern, Paten und Täuflinge gestellten Tauffragen, begaben sich die Tauffamilien zu drei vor dem festlich geschmückten Altar aufgebauten Taufstationen. Auf ihnen standen Taufschalen, über denen die kleinen und großen Kinder und Ulrike Eimer, Jonathans Mama, von ihren Pfarrern getauft wurden. Ganz besonders den älteren Kindern merkte man an, wie viel ihnen dieses Ereignis bedeutet. „Sie wollen ganz einfach dazugehören und später mit ihren Schulkameraden Konfirmation feiern!“, berichtet Pfarrer Janosz König.

Etwas anders war es bei Ulrike Eimer. Sie ist durchaus christlich erzogen worden. Ihre Eltern haben aber immer darauf hingewirkt, dass sie selbst entscheidet, ob sie sich taufen lassen will oder nicht. „Das habe ich jetzt gemacht!“, erklärt sie freudestrahlend. „Es ist auch eine Art Dankeschön an Gott, dass wir einen Sohn bekommen haben. Dass ich mit ihm zusammen getauft worden bin, ist für mich das Allergrößte!“

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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