Rotenburger Stadtteil Schwarzenhasel lädt am Wochenende zur 700-Jahr-Feier

„Swarzinhasela“ feiert

Idyllisch gelegen: Der Rotenburger Stadtteil Schwarzenhasel, erster von den vier Orten des Haselgrundes, feiert am kommenden Wochenende das 700-jährige Bestehen. Archivfoto: Schankweiler-Ziermann

Schwarzenhasel. Vor 700 Jahren ist die Dorfbezeichnung „Swarzinhasela“ in einer Urkunde des Klosters Cornberg erwähnt worden. Diese Erwähnung ist eindeutig auf das heutige Schwarzenhasel zu beziehen. Das soll am kommenden Wochenende gefeiert werden. Los geht es bereits am morgigen Fronleichnamstag, 7. Juni.

Der Rotenburger Stadtteil Schwarzenhasel mit 400 Einwohnern hatte nach dem Rotenburger Chronisten Friedrich Lucae in früheren Jahren zwei adelige Lehensgüter und um 1371 einen Burgsitz, den ein Heinrich von Holtzheim besaß. 1633 wird der Ort von feindlichen Truppen bis auf die Kirche niedergebrannt. Die alte Schwarzenhäsler Wasserburg ist auch heute noch von Wasser umgeben und zählt zu den schönsten Anlagen ihrer Art. Bei der Arbeit an der Chronik wurde 2010 eine weitere Urkunde entdeckt, die Schwarzenhasel bereits im Jahre 1310 erwähnt. Ob der Ort tatsächlich noch zwei Jahre älter sein könnte, muss noch geprüft werden.

700 Jahre Schwarzenhasel wären ein guter Grund zum Feiern, dachten sich im Sommer 2009 44 Schwarzenhäsler Bürgerinnen und Bürger. So wurde rasch ein Heimatverein gegründet und fünf Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des Jubiläumsfestes machten sich an die Arbeit.

Viele tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit sollen nun an den Festtagen vom 7. bis 10. Juni gekrönt werden. „Die Spannung steigt, der Erwartungsdruck wird größer und das Kribbeln im Bauch der Verantwortlichen nimmt zu“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins Schwarzenhasel, Ralf Wassermann.

Die Chronik des 700-jährigen Dorfes wurde bereits vorgestellt. „Schwarzenhasel – Ein Dorf im Wandel der Zeit“ ist der Titel des Buches. Auf Grund der großen Nachfrage gehen die Herausgeber davon aus, dass dieses Werk mit seinen 400 Seiten lange auf Platz Eins der „Häselschen Bestseller-Liste“ stehen wird.

Eine Tombola wird es zur 700-Jahr-Feier nicht geben. Als Entschädigung für die Verlosung hat der Heimatverein Schwarzenhasel in enger Zusammenarbeit mit dem Sportverein SG Haselgrund das erste „Schwarzenhäsler Entenrennen“ angesetzt. Jede Ente kostet zwei Euro. Der Besitzer der schnellsten Ente kann sich nach dem Rennen über eine Reise ins Zillertal freuen. Der Start für das Entenrennen ist am Sonntag um 16 Uhr. Den Ausklang der Jubiläumsfeier wird die Combo Gurilly am Sonntag ab 17 Uhr im Festzelt mit einigen musikalischen Darbietungen versüßen.

Neben dem Ort Schwarzenhasel feiert auch der „Haselhof“ an der Hunsrückstraße, der in diesem Jahr seit 50 Jahren besteht. Zum doppelten Jubiläum haben die Eigentümer den Haselhof bereits prächtig geschmückt. (ach) www.700jahre- schwarzenhasel.de

Quelle: HNA

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