Suche nach wahrem Leben

Landfrauenverein Mönchhosbach-Dens feierte sein 50-jähriges Bestehen

Etwas ganz Besonderes unter der Schar der Vereine: Der ehemalige Nentershäuser Pfarrer Rudolf Schulze hielt den Festvortrag.

Berneburg/Nentershausen. Viel hat sich verändert in den kleinen Dörfern. Die Einkaufsläden sind verschwunden, auch Schulen, Post und Telefonzellen gibt es nicht mehr. Ein tiefer Wandel hat sich im sozialen Gefüge und im Gemeinschaftsleben der Ortschaften vollzogen.

Geblieben sind die Kirche – und am Beispiel von Mönchhosbach und Dens – der Landfrauenverein. Der besteht nun schon seit 50 Jahren.

In dieser Zeit hat die ursprünglich von Bäuerinnen gegründete Gemeinschaft viele Veränderungen begleitet und sich für die Interessen des ländlichen Raums eingesetzt. Den Einsatz würdigten Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes und das Pfarrerehepaar Axel und Gloria Dück aus Solz in der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen im Gasthaus Gonnermann in Berneburg. „Ihre Arbeit schätze ich sehr.“

Für Rudolf Schulze sind die Landfrauen unter der Schar der vielen Vereine etwas ganz Besonderes. Sie würden sich in die Gemeinschaft einbringen und über den Tellerrand schauen, sagte der ehemalige Nentershäuser Pfarrer in seinem Festvortrag unter dem Titel: Nach dem wahren Leben suchen. Für Elke Schmidt, die Vorsitzende des Jubiläumsvereins, ist es wichtig, dass sich Frauen in die Gesellschaft einbringen und so aktiv die Zukunft mitgestalten. Der Verein will helfen, die Dörfer mit Leben zu erfüllen und vor dem Zerfall zu bewahren. Ein Höhepunkt der Jubiläumsfeier war die Ehrung der Gründerinnen Annemarie Borschel, Ingrid Claus, Heidi Funck, Ernestine Hollstein und Marlies Hollstein. Weitere Auszeichnungen erhielten Änne Hakel, Dina Koch, Adelheid Kusian, Johanna Nölke, Käte Nölke, Gerda Reichwein, Margit Rüppel, Barbara Vogel und Liesel Wicke für 40 Jahre Mitgliedschaft. Die Urkunden des Bezirksvereins übergab Jutta Diegel. Der Auftakt der Jubiläumsfeier war eine Andacht mit Pfarrerin Anette König.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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