Kooperationsvertrag

Jakob-Grimm-Schule und Technische Hochschule rücken zusammen

Jetzt wird es förmlich: Schulleiterin Sabine Rimbach und Prof. Dr. Fabian Tjon, Leiter StudiumPlus Campus Bad Hersfeld, unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Hinten die Schüler (von links) Kibra Eser, Katharina Knierim, Hendrik Larson und Yannick Diegel. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Zwischen der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule (JGS) und der Technischen Hochschule (THM) mit ihrer Außenstelle in Hersfeld besteht jetzt auch offiziell Zusammenarbeit.

Am Montag unterzeichneten Schulleiterin Sabine Rimbach und Prof. Dr. Fabian Tjon einen Kooperationsvertrag.

Das klingt jetzt trocken und formell, hat aber für Schüler, Hochschule und Wirtschaft im Kreis eine ganz praktische Auswirkung: Schüler können Hochschulluft schnuppern und Betriebe der Region kennenlernen, die dringend qualifizierten Nachwuchs brauchen. Es geht um das duale Studium, das heißt: Die jungen Leute absolvieren eine Ausbildung in Betrieben bewerben und können parallel dazu studieren, wenn das Unternehmen dies fördert. In Bad Hersfeld werden die Studiengänge Betriebswirtschaft mit Schwerpunkten Mittelstands- und Logistikmanagement sowie im Ingenieurwesen Maschinenbau und Elektrotechnik angeboten. Weitere Studiengänge sollen folgen, kündigte Prof. Dr. Fabian Tjon, Leiter des Studiums Plus in Bad Hersfeld, an.

Kibra Eser, Katharina Knierim, Hendrik Larson und Yannick Diegel haben schonmal Hochschulluft in Bad Hersfeld geschnuppert und dafür eine Ferienwoche geopfert. Im nächsten Jahr werden sie an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg Abitur machen. Bei der Vertragsunterzeichnung waren sie sich einig, dass ihr Besuch der Ferienseminare - die mit einer Klausur endeten - nützlich und hilfreich gewesen seien. Themen der Kurse waren Wirtschaftsinformatik und soziale Kompetenz.

Auch Business-Englisch wird in Ferienkursen angeboten, ergänzte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Stefanie Kruppa. Sie koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Schulen - auch die Modellschule Obersberg ist Kooperationspartner - und Technischer Hochschule. Von den Schulen bekommt sie Zeit eingeräumt, Jugendlichen die Bildungsgänge und Chancen genau zu erklären.

Marc Heinzerling, Studienleiter der JGS, betonte die Vorteile der Zusammenarbeit und des dualen Studiums, dass es jungen Menschen ermöglichein der Region Ausbildung und Studium mit finanzieller Unterstützung zu absolvieren. Auf der anderen Seite bekämen die festverwurzelten mittelständischen Unternehmen qualifiziertes Personal.

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz hofft, dass dadurch viele Jugendliche in der Region bleiben können. Die THM reagiere flexibel auf den Bedarf und könne neue Studiengänge schnell einrichten, erklärte sie.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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