Stromrechnung verspätet

Stromrechnung verspätet: Eon-Kunden müssen mit Nachzahlung rechnen

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Nicht wie üblich bereits abgelesen: Die Stadtwerke Bebra als neue Eigentümer des Stromnetzes in den Stadtteilen liest die Zähler erst im Dezember ab.

Bebra. Mit Nachzahlungen müssen die Kunden des Stromversorgers Eon Mitte in den Stadtteilen Bebras rechnen. Denn für Oktober und November wurden keine Abschläge mehr abgebucht, bestätigte Eon Mitte auf Anfrage.

Pressesprecherin Verena Huber erklärte gegenüber der HNA, die Abrechnung verschiebe sich einmalig nach hinten. „Es kann zu Nachzahlungen kommen“, sagte Huber.

Bisher hatte die Eon die Stromzähler immer im Oktober abgelesen und dann die Jahresrechnung erstellt. Seit dem Jahresbeginn 2013 gehört das Stromnetz in den Stadtteilen Bebras aber nicht mehr der Eon, sondern den Stadtwerken Bebra. Diese lesen die Zähler nach Auskunft von Stadtwerke-Chef Herbert Höttl erst im Dezember ab und melden die Stände dann an die Stromlieferanten.

Höherer Aufwand

Eon Mitte habe die Abschläge nicht weiter eingezogen, weil eine Fortführung der Abbuchungen aufwändiger gewesen wäre als die Berücksichtigung des Verbrauchs in der Rechnung zum neuen Abrechnungszeitraum voraussichtlich im Dezember.

Im Dezember erhalten die Stromkunden der Eon dann die Rechnung und den neuen Abschlagsplan. Der neue Rechnungszeitraum laufe dann voraussichtlich von Dezember bis zum Dezember des Folgejahres. „Das hängt vom Ablesezeitraum ab“, sagte Verena Huber. Für die Stromkunden der Eon in den Stadtteilen bedeutet die verspätete Abrechnung, dass sie mit einer größeren Nachzahlung rechnen müssen. Für die Kunden solle aber kein Nachteil entstehen, betont Huber. Es könnten kostenlose Ratenzahlungen vereinbart werden. Für Unannehmlichkeiten bittet die Pressesprecherin der Eon um Entschuldigung.

Ein Leser aus Weiterode hatte uns auf das nicht erfolgte Ablesen der Zähler und die fehlenden Abbuchungen hingewiesen. Er hatte befürchtet, dass auf die Kunden hohe Nachzahlungen zukämen, die viele Haushalte in Schwierigkeiten bringen könnten, wenn nicht gestundet werde.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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