Fotovoltaikanlagen auf Gemeinde-Dächern

Strom made by Haunetal: Kirchner Solar stellt Anlagen auf

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Auf dem Dorfgemeinschaftshaus Oberstoppel lässt Solar Kirchner eine Fotovoltaikanlage installieren. Das Bild zeigt (von links) Volker Heise, Hauptamtsleiter, Wolfgang Schmitt vom Haunetaler Gemeindevorstand, Frank Schott, Bauamtsleiter, sowie Oliver Steinbach, Projektmanager bei der Kirchner Solar Group. 

Haunetal/Heinebach. Das Gerüst und ein Plakat zeigen es an, auch die ersten Schienen für die Module liegen schon: Auf dem Dorfgemeinschaftshaus Oberstoppel lässt die Kirchner Solar Group derzeit eine Fotovoltaikanlage installieren.

Weitere Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden in Haunetal sollen folgen: Auf den Dächern des Bürgerhauses in Neukirchen inklusive Verwaltung, Restaurant, Rettungswache und Feuerwehr, auf dem Sportlerheim in Neukirchen, dem Dorfgemeinschaftshaus Wehrda und dem Dorfgemeinschaftshaus Rhina. Die Verpachtung von Dachflächen für Fotovoltaik hatten die Gemeindevertreter im Juni einstimmig bei zwei Enthaltungen beschlossen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme sind nun zunächst die genannten fünf Gebäude "detailliert geplant" worden, eventuell kommen weitere hinzu.

Für die Gemeinde entstehen als Verpächter der Flächen keine Kosten; im Gegenteil. Betreiber und Eigentümer der Anlagen ist die Kirchner Solar Group. Erklärtes Ziel der Beteiligten ist die kommunale beziehungsweise regionale Wertschöpfung. Auch über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung wird nachgedacht, zum Beispiel in Form einer Bürger-Energiegenossenschaft. Konkrete Pläne dazu gibt es allerdings noch nicht. Zumindest in Neukirchen könnte die Gemeinde auch selbst Nutznießer des Stroms vom Dach sein, denn in den DGHs herrsche ja nur selten und nicht durchgehend Betrieb. 186 je 1,3 Quadratmeter große Module mit Solarzellen aus Polykristallin werden auf dem DGH in Oberstoppel in Ost- und Südwestausrichtung angebracht.

Etwa 30.000 Kilowattstunden Strom sollen diese erzeugen. "Damit können rein rechnerisch acht Haushalte im Jahr versorgt werden", erklärt Oliver Steinbach, Projektmanager Mittelstand und Kommunen bei Kirchner. In Betrieb genommen werden soll die Anlage in Oberstoppel aus wirtschaftlichen Gründen erst im Januar, denn der Anschluss ans Netz bestimme die Vergütung über die Laufzeit von 21 Jahren, wobei ein Jahr für die Inbetriebnahme berechnet wird. Auch die anderen vier Anlagen in Haunetal sollen möglichst bis Ende Januar 2014 betriebsbereit sein. "Ein sportliches Ziel", so Steinbach.

Der sogenannte Eigenerzeugungspreis liege bei zehn Cent pro Kilowattstunde, der Bezugspreis für Privathaushalte betrage derzeit 26 Cent und 23 Cent für Kommunen, so Bauamtsleiter Volker Heise. "Die Differenz zeigt die Ersparnis für die Gemeinde", erläutert Steinbach den positiven Effekt.

Quelle: HNA

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