Spezialisiert auf Wild- und Hochwasser

Strömungsretter des DLRG-Bebra trainierten Abseilen ins Wildwasser

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Im Wildwasserkanal: Nach der theoretischen Ausbildung wendeten die Strömungsretter des DLRG-Ortsverbandes Bebra ihr Wissen auf der Wildwasserstrecke in Hohenlimburg an.

Bebra. Die Rettung eines Menschen aus Gewässern mit starker Strömung haben die Mitglieder des Ortsverbandes Bebra der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) trainiert. Die Strömungsretter der DLRG haben sich auf stark strömende Gewässer, Wildwasser und Hochwasser spezialisiert.

Sie werden grundsätzlich im Team eingesetzt und sind durch eine spezielle Ausrüstung vor den besonderen Gefahren in Flüssen und Überschwemmungsgebieten geschützt. In zwei parallel stattfindenden Lehrgängen wurden 14 dieser Strömungsretter durch den Ortsverband Bebra neu ausgebildet. Gleichzeitig wurde für zwölf bereits ausgebildete Strömungsretter eine Fortbildung im Bereich der Seiltechnik angeboten.

Dafür reiste das Ausbildungsteam unter Leitung von Andreas Tamme in das Südsauerland und nach Hohenlimburg. Für die zukünftigen Strömungsretter folgte eine intensive theoretische Ausbildung, bald galt es dann aber, das theoretisch Erlernte in die Praxis umzusetzen. Gemeinsam mit dem Fortbildungslehrgang wurden das Gelände und insbesondere der Förderturm des Bergbaumuseums Siciliaschacht in Lennestadt zur Ausbildung genutzt, von dem sich die Retter abseilten.

Nach der notwendigen Theorie ging es bei den Teilnehmern hier primär darum, die seiltechnischen Standards der DLRG zu verstehen, anzuwenden und entsprechend selbstständig aufbauen zu können, teilt der DLRG-Ortsverband mit. Ablassbare Abseilstelle, die Rettung am Schräghang und aus der Vertikale oder der Aufbau von Seilbrücken wurden ausgiebig von den Teilnehmern geübt.

Neben Andreas Tamme standen mit Lisa Krapf, Matthias Schmidt und Jens Teichmann insgesamt zwei Ausbilder Strömungsretter der Stufe drei und zwei Strömungsretter der Stufe zwei zur Verfügung. Alle vier sind auch ausgebildete Höhenretter. Der gemeinsame Abschluss fand schließlich auf der Wildwasserstrecke in Hohenlimburg statt. Vom richtigen Verhalten im Wildwasser über den Einsatz von Seiltechnik bis hin zur Rettung mittels Wurfsack oder Rettungssprung wurde das Wissen abschließend in die Praxis umgesetzt. (red/jce)

Weitere Informationen: www.bebra.dlrg.de

Quelle: HNA

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