In Dankerode wird die Ortsdurchfahrt Stölzinger Straße gesperrt

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Information für die Bürger in Dankerode: Reiner Weil (links) von Hessen Mobil erklärt die geplante Erneuerung der Ortsdurchfahrt Stölzinger Straße. Ab 11. Juni wird die L 3226 komplett gesperrt.

Dankerode. Gestern haben im Stadtteil Dankerode die Vorbereitungsarbeiten für den Ausbau und die Erneuerung der Ortsdurchfahrt begonnen. Am 11. Juni soll die Landesstraße 3226 im Bereich der Ortsdurchfahrt Stölzinger Straße komplett gesperrt werden. Die Umleitungen werden ausgeschildert.

Mit dem Straßenbau, der bis Ende November fertiggestellt sein soll, werde eine bisher „unendliche Geschichte“ abgeschlossen, sagte Rotenburgs Erste Stadträtin Ursula Ender. Seit 1972 läuft die Planung, die wohl schlechteste Ortsdurchfahrt von allen Rotenburger Stadtteilen endlich zu erneuern.

Die holperige Stölzinger Straße ist eine wichtige Verbindung von der Bundesstraße 83 nach Waldkappel. Weil das Verkehrsaufkommen in dem kleinen Dorf dadurch relativ hoch ist, soll auch ein neuer Gehweg gebaut werden, um die Sicherheit der Fußgänger zu verbessern. Bisher gibt es entweder gar keine oder nur sehr schmale und schadhafte Gehwege entlang der Straße.

Einige der 100 Stadtteilbewohner waren gestern zum Auftakt der Arbeiten gekommen. Die Bürger bat Reiner Weil, Regionaler Bevollmächtigter des Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil, erneut um Verständnis für die Sperrung. „Wir können keinen Straßenbau machen ohne Behinderung“, erklärte Weil. Die Umleitung für den Pkw-Verkehr ab Gehau über die L 3249 nach Eltmannsee, die K 27 über Königswald bis zum Abzweig der K 50 nach Erkshausen und umgekehrt sei „ein relativ kleiner Umweg“.

Für den Lkw-Verkehr sei aber eine „großräumige Umleitung“ über die Bundessstraßen 83, 27 und 7 ausgeschildert. An der Vollsperrung für die sechsmonatige Bauzeit führt nach Angaben der Experten kein Weg vorbei, weil die Straße zu schmal sei für eine halbseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung. Die Bewohner von Dankerode müssen mit Umleitungen über vorhandene Wirtschaftswege im Ort vorlieb nehmen und zudem Einschränkungen der Erreichbarkeit der Grundstücke ertragen.

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald wies darauf hin, dass die Straßenbauarbeitenmit den Arbeiten der Stadt koordinert wurden, um alles in einem Rutsch zu bauen. Die Stadt baut einen neuen Regenwasserkanal und den Gehweg, lässt zudem Leerrohre für künftige schnelle Internet-Verbindungen verlegen. Die Stadtwerke investieren 430.000 Euro in den Kanalbau, die Stadt investiert 180.000 Euro in den Gehweg. 25 Prozent davon müssen die rund 45 Straßenanlieger zahlen.

Das Land Hessen steckt rund 600.000 Euro in den Ausbau der 600 Meter langen Ortsdurchfahrt und weitere 800.000 Euro in den Ausbau der rund zwei Kilometer langen Strecke der Landesstraße zwischen Dankerode und der Stölzinger Höhe an der Grenze zum Werra-Meißner-Kreis. (ach)

Quelle: HNA

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