Gemeinde Wildeck spart weitere 400 000 Euro ein – Vorschläge liegen auf dem Tisch

Straßenbau muss warten

Wildeck. Das Sparpaket ist geschnürt: Die Gemeinde Wildeck muss weitere 400 000 Euro einsparen, damit ihr Haushalt für 2013 von der Kommunalaufsicht genehmigt wird. Zwar werden die Steuern für Grundstücke und Gewerbe und die Gebühren nicht weiter angehoben. Die Wildecker Bürger werden die Sparmaßnahmen aber dennoch an allen Ecken und Enden zu spüren bekommen – von der Vereinsförderung bis hin zur Straßensanierung.

Das zumindest sieht das Sparpaket vor, das die Fraktionen, die Ortsbeiräte und die Büroleiter der Verwaltung bei zwei Treffen gemeinsam geschnürt haben. Das letzte Wort hat die Wildecker Gemeindevertretung. Sie wird am Donnerstag, 27. Juni, über die Sparvorschläge und den Entwurf des Haushalts 2013 entscheiden. Das teilte der Beigeordnete Steffen Sauer mit.

So wollen die Wildecker die 400 000 Euro in ihrem Haushalt einsparen:

• Die für dieses Jahr im Haushalt eingeplante Sanierung von drei Straßen soll verschoben werden: Betroffen sind die Straßen zwischen Bosserode und Richelsdorf zum Aussiedlerhof Gut Liebenz (Kosten: 50 000 Euro) und zum Almushof (20 000 Euro). Auch aus der Erneuerung eines Teilstücks vom Grenzweg in Raßdorf wird in diesem Jahr nichts (10 000 Euro).

• Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sollen pauschal um 30 Prozent gekürzt werden. Einsparung für 2013: etwa 210 000 Euro. Dazu gehören die Berufsbekleidung für die Bauhofmitarbeier, Büromaterial, Reisekosten oder die Instandhaltung von Gebäuden und Außenanlagen. Steffen Sauer: „Die Gemeinde kann nur noch das Notwendigste leisten. Alles andere steht auf dem Prüfstand.“

Kein Geld für Vereine

• Gestrichen werden soll für dieses Jahr auch die Vereinsförderrichtlinie. Damit spart die Gemeinde in diesem Jahr über 10 000 Euro. Für jeden Verein gab es einen Sockelbetrag. Die Gemeinde beteiligte sich finanziell auch an Anschaffungen.

• Auch die Sanierung der Fenster in der Mehrzweckhalle Bosserode soll verschoben werden (15 000 Euro).

• Das Babygeld soll zum 30. Juni gestrichen werden. Im Jahr 2012 hatte die Gemeinde dafür 5000 Euro ausgegeben. Für jedes neugeborene Kind zahlte die Gemeinde bisher 250 Euro. Dieser Beschluss wäre sowieso Ende des Jahres ausgelaufen. Dann wäre eine neue Entscheidung nötig geworden.

• Die Verwaltung hat die Personalkosten nochmal durchgerechnet. Dort sollen in diesem Jahr 20 000 Euro eingespart werden. Die Einsparung ergibt sich unter anderem durch zwei Dauererkrankte auf dem Bauhof, die seit Anfang des Jahres aus der Lohnfortzahlung herausgefallen sind. Sie waren bislang im Haushalt mit kalkuliert, erläuterte Sauer.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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