Straßen werden zur Gefahr - Land schiebt Sanierung auf die lange Bank

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Autofahrer sollten zwischen Nentershausen und Hornel sehr vorsichtig fahren: Löcher wie diese können zur Gefahr für die Menschen werden und die Fahrzeuge beschädigen. Fotos: Dupont

Nentershausen/Iba. „Die Straßen bei uns sind jetzt so kaputt wie sie es früher in der DDR waren." So schimpfen viele Autofahrer, wenn sie in der westdeutschen Provinz unterwegs sind. Auch der Gemeinde Nentershausen geht es nicht besser. Viele Bürger ärgert das sehr.

Dringend saniert werden müssen die Landesstraßen zwischen Iba und Bauhaus und zwischen Nentershausen und Hornel. Um Schlimmeres zu verhindern, ist an vielen Stellen das Tempo begrenzt worden. Schilder warnen vor den Straßenschäden: Löcher, Risse, Setzungen.

„Die Straßen zerbröseln immer mehr“, weiß auch Bürgermeister Ralf Hilmes. „In den Löchern und Senkungen bilden sich bei Regen Pfützen. Da durch entsteht die Gefahr von Aquaplaning.“

Eigentlich wollte das Land die Straße von Nentershausen bis zur Kreisgrenze bei Hornel 2013 im Zusammenhang mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Weißenhasel sanieren. Aus finanziellen Gründen wurde daraus aber nichts.

Im April 2014 teilte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit, dass zahlreiche Straßenbauprojekte um ein Jahr verschoben werden. Dazu gehörte auch die Straße von Iba nach Bauhaus.

Bürgermeister Hilmes hat dafür keinerlei Verständnis. „Offensichtlich hört Hessen für die Landesregierung hinter Fulda auf“, kritisierte er.

Die Landesstraße zwischen Iba und Bauhaus dient auch als Zufahrt für den Autozulieferer ae group. „Die Straße ist desolat. Ich dramatisiere das nicht. Das ist so“, sagte Hilmes. Er will sich jetzt erneut beim Land dafür einsetzen, dass die Straßen endlich erneuert werden.

Auch Kurt Gawletta bringt das Thema auf die Palme. „Die Risse in der Straße zwischen Nentershausen und Hornel werden immer tiefer“, betont der Nentershäuser Ortsvorsteher. Der Zustand der viel genutzten Straße sei schlimm. Viele Bürger seien zu Recht verärgert.

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Von René Dupont

Quelle: HNA

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