Zum fünften HNA-Open-Air-Konzert in der Karlsaue kamen über 30 000 Besucher

Stimmung auf der Wiese

Gekrönt wurde das HNA-Open-Air-Konzert auch in diesem Jahr durch ein fulminantes und auf die Musik abgestimmtes Feuerwerk von Walter Scharenberg, das hinter der Bühne und über der Orangerie zu sehen war. Foto: Koch

Kassel. Das war Stimmung pur: Als Generalmusikdirektor Patrik Ringborg am Samstagabend nach launiger Begrüßung im Sommerhut kurz nach 20 Uhr den Taktstock hob und die ersten Klänge der Staatstheatermusiker erklangen, machten es sich mehr als 30 000 Gäste in der Karlsaue auf ihren Decken und Klapp–stühlen gemütlich.

„Ich krieg ‘ne Gänsehaut“, rief eine Frau in der ersten Reihe. Und das sollte für viele bis zum fulminanten Feuerwerk, das am Ende des HNA-Open-Air-Konzerts über der Orangerie zu sehen war, auch so bleiben.

Spätsommerwetter

Schon Stunden vor Konzertbeginn hatten sich die ersten Besucher bei herrlichem Spätsommerwetter auf der Karlswiese niedergelassen. Sogar eine Hochzeitsgesellschaft war dabei. Dass ihre standesamtliche Trauung auf den Tag des HNA-Open-Air-Konzerts fiel, sahen Annabelle und Kai Weide als glücklichen Zufall. „Normalerweise reisen wir nicht mit Tisch an“, sagte die 23-jährige Studentin. Das war am Samstag ganz anders. Die Tafel war reich gedeckt und mit rosafarbenen Blüten dekoriert. Für die Gäste gab es Champagner – und für das Staatstheater eine Torte nach der Generalprobe als kleines Dankeschön. „Besser kann es gar nicht sein“, sagte Brautmutter Andrea Rudolph. „Wo ist es so schön wie hier?“

Das dachten wohl auch die anderen Besucher des fröhlichen Abends. Die meisten waren treue Fans, die sich die fünfte Auflage des Konzerts im stimmungsvollen Ambiente der Karlsaue nicht entgehen ließen. So wie Karin und Manfred Hopke aus Bad Zwesten, die sich beim Italiener mit Antipasti eingedeckt hatten.

Eine reich gedeckte Tafel hatten auch die Musik-Fans von der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel aufgebaut. „Das hat bei uns inzwischen Tradition“, sagte Vorsitzender Hans-Dieter Müller. Schon am Nachmittag hatten sich die Theaterförderer mit ihrem Picknick im Grünen auf den anschließenden Musikgenuss eingestimmt. Einzige Wermutstropfen waren die Schlangen in der Pause an den Toiletten und vor den Bratwurst-Ständen, die bei dem Andrang kaum zu vermeiden waren und hingenommen wurden. Die Besucher erlebten eine traumhafte, friedliche Nacht. Auch die Wartezeit nach dem Konzert nahmen die Autofahrer gelassen hin.

Von Ellen Schwaab und Christina Hein

Quelle: HNA

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