Feldtag des Landmaschinenkonzerns Claas lockte über 400 Besucher

Breitenbach. Ein Feld zwischen Breitenbach und Blankenheim. Über den Acker fährt nicht nur ein großer Traktor, sondern gleich ein halbes Dutzend. Landwirte aus der Region testen die neuen Traktoren und Mähdrescher der Firma Claas.

Dafür haben sie nicht nur etwas Platz, sondern gleich zwölf Hektar. Das entspricht ungefähr der Größe von 20 Fußballfeldern, auf der die Landwirte ausgiebig alle Funktionen der Maschinen ausprobieren können.

Vor dem Start drückt Heiner Reuter auf einen kleinen Knopf. Der Grubber am Traktor wird ausgehoben, damit er nicht den Boden berührt. Jetzt kann die Fahrt losgehen. Die Fahrerkabine ist mit zwei modernen Bildschirmen ausgestattet, auf denen Reuter die Funktionen des Traktors überprüfen und den Tempomat einstellen kann.

Wie von Geisterhand

Nachdem sich der Traktor in Bewegung gesetzt hat, drückt Reuter auf einen anderen Knopf. Der große rote Grubber gräbt sich in den Boden. Überraschend leise fährt der Axion 900 mit zwölf Stundenkilometern über das Feld. Nach entsprechenden Einstellungen lenkt das eingebaute System den Traktor wie von Geisterhand um die Kurve. Reuter muss nicht mehr eingreifen. „Der Axion 900 ist derzeit der leistungsstärkste Traktor der Welt“, sagt Friedrich Rüther, Verkaufstrainer bei Claas. Bei einem Hinterrad von über zwei Metern Durchmesser sitzt der Fahrer in luftiger Höhe.

Hauptsächlich Männer sind zum Feldtag gekommen, um sich die neuesten Maschinen anzuschauen. Nachdem viele Besucher die Traktoren auf dem Feld getestet haben, warten sie auf die Präsentation der Traktorenmodelle von Claas. Mitarbeiter der Firma erklären die Besonderheiten der Fahrzeuge im Detail.

Auch Kinder stehen mit ihren Eltern auf dem Feld. Einige interessieren sich jedoch mehr für die Prospekte mit den bunten Traktorenbildern als für die Originale auf dem Acker.

Große Traktoren sind beliebt

Robert Becker lässt sich von Matthias Witzel, Landmaschinenmechaniker der Firma Stöber Land- und Gartentechnik, nach der Präsentation ein paar Details der Schlepper erklären. „Ich habe meinen Neffen dabei. Er ist großer Traktorfan und kennt sich gut aus“, sagt Becker, der sich besonders für die großen Maschinen interessiert.

Landwirt Hartmut Ritter aus Breitenbach hat sein Feld für den Feldtag zur Verfügung gestellt. „Es ist interessant, die Maschinen im Einsatz zu sehen und dass man sie auf diesen Flächen in der Region einfach mal ausprobieren kann“, sagt Ritter.

Die Präsentation ist zu Ende. Die Landmaschinen stehen in Reih und Glied. In der Dämmerung erstrahlt das Feld im Leuchtkegel der zahlreichen Scheinwerfer, als die Traktoren ein letztes Mal übers Feld fahren.

Von Franziska Kiele

Quelle: HNA

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