Mit Weihrauch und Kostümen sammeln junge Messdiener für Kinder in Tansania

Sternsinger in Bebra ziehen los

Unterwegs als Sternsinger: Pfarrer Andreas Schweimer (von links) mit Sternträgerin Jana und den heiligen drei Königen Lara, Leonie und Sophia mit Weihrauch und Spendendose. Foto: Meyer

Bebra. Jana, Sophia, Lara und Leonie sind vier von etwa einer halben Millionen Kindern, die in diesen Tagen unterwegs sind, um Geld für andere Kinder zu sammeln. Die vier Mädchen werden als Sternsinger in Bebra und Umgebung von Haus zu Haus ziehen.

Alle vier sind Messdienerinnen der katholischen Gemeinde St. Marien und bereits erfahrene Sternsinger. Sie wissen, dass die Aktion jedes Jahr ein anderes Land in den Fokus rückt. Diesmal geht es um Tansania. Gemeinsam mit den anderen Messdienern, zusammen etwa 15 Kinder und Jugendliche, haben sie einen Film über das afrikanische Land angesehen. „Es gibt dort wenig Ärzte“, berichtet die elfjährige Lara.

Auch wenn es um eine ernste Sache geht: Für die Mädchen ist die Sternsingeraktion auch ein Spaß. Das beginnt mit der Verkleidung. Im Fundus der Kirche gibt es verschiedene Mäntel und samtene Kronen mit Federn und Pailletten, die nicht alle gleich beliebt sind. Die Kinder, erklärt Pfarrer Andreas Schweimer, verkörpern die Sternendeuter aus der Weihnachtsgeschichte in der Bibel, auch bekannt als Weise oder heilige drei Könige. Jana wird als Sternträgerin mit einer Sternschnuppe an einer Stange vorangehen.

Chauffiert von einem Erwachsenen, fahren die Kinder jene Häuser an, deren Bewohner um einen Besuch gebeten haben. Die Reime, die die Sternsinger sprechen, gehen den Kindern ohne Stocken über die Lippen, auch der 13-jährigen Leonie: „Wir bringen euch, von Gott, dem Herrn, den Segen aus der heiligen Nacht, der glücklich und lebendig macht.“

Dann wird gesungen und Weihrauch verteilt. Mit Kreide malen die Kinder die Jahreszahl 2013 und die Buchstaben C, M und B an die Türen. Sie stehen für „Christus mansionem benedicat“: Christus segne dieses Haus.

Die Bewohner spenden für Tansania und verschenken Süßigkeiten, und so mancher lädt die Sternsinger auch auf eine Tasse Tee ein. Pfarrer Schweimer freut sich über seine engagierten Messdiener und lobt die Idee der Sternsinger-Aktion: Die Hilfswerke hätten den Überblick und könnten das gespendete Geld sinnvoll einsetzen.

Wer möchte, kann sich noch im Pfarramt für einen Besuch der Sternsinger anmelden. Am 13. Januar sind die Sternsinger in Rotenburg unterwegs. Unter Telefon 0 66 23 / 91 96 25 können Interessierte die Sternsinger zu sich einladen.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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