Im Landkreis können Jugendliche zwischen Ausbildungsplätzen wählen

1,2 Stellen auf jeden Bewerber

Hersfeld-Rotenburg. Zumindest rein rechnerisch kommen auf jeden Bewerber im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1,2 Ausbildungsstellen. „In unserer Region übersteigt das Ausbildungsangebot die Zahl der Ausbildungssuchenden in der Mehrzahl der Berufsgruppen“, sagt Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat die Arbeitsagentur mit Vertretern der IHK und der Kreishandwerkerschaft, des Landkreises, des Schulamts sowie der Gewerkschaften erörtert. Sie treffen sich zweimal im Jahr, um Entwicklungen zu analysieren und frühzeitig reagieren zu können.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres haben sich bei der Agentur für Arbeit und dem Landkreis als kommunalem Träger 677 junge Menschen als Bewerber um eine Lehrstelle gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 55 Bewerber weniger. Im gleichen Zeitraum akquirierte der Arbeitgeberservice der Agentur 828 Ausbildungsstellen, was nahezu dem Wert des Vorjahres entspricht.

Damit kommen 1,2 gemeldete Ausbildungsstellen auf einen Bewerber. „Dieses Verhältnis ist deutlich günstiger als im Hessendurchschnitt“, sagt Dombrowski. Hessenweit sind mehr Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet, als Lehrstellen vorliegen.

320 Stellen besetzt

Gut 320 Ausbildungssuchende hätten mittlerweile eine Lehrstelle gefunden oder sich für eine Alternative entschieden. Über 350 Jugendliche seien noch auf der Suche nach der richtigen Stelle, wobei etwa 500 Ausbildungsstellen aktuell noch unbesetzt sind. Diese Zahlen würden sich in den kommenden Monaten erfahrungsgemäß noch reduzieren und annähern.

Die Teilnehmer der Konferenz waren sich einig, dass die Betriebe unter Umständen ihre Anforderungen überprüfen müssen, teilweise sei dies bereits erfolgt. Grundsätzlich hätten sich die Chancen auch für Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife auf eine attraktive Ausbildungsstelle deutlich erhöht.

Nicole Steinbach, Teamleiterin in der Berufsberatung, wies auf die Bedeutung von ausbildungsbegleitenden Hilfen hin. Das könne Abbrüche der Lehre verhindern. (red/nm)

Kontakt für Bewerber um eine Ausbildung: Arbeitsagentur, Telefon 08 00/4 55 55 00

Quelle: HNA

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