Lions-Club zahlt Anschubfinanzierung für den Behindertenbeauftragten

Startgeld für den neuen Posten

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Freuen sich gemeinsam auf den neuen Behindertenbeauftragten (von links): Öffentlichkeitsbeauftragter Heinz Schlegel, Präsident Dieter Kliebisch und Vizepräsidentin Dr. Susanne Natrup vom Lions-Club Bebra-Rotenburg und Bürgermeister Christian Grunwald.

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg wird einen Behindertenbeauftragten installieren. Das Auswahlverfahren steht kurz vor Abschluss; auch eine Anschubfinanzierung für den Posten gibt es schon. Der Lions-Club Bebra-Rotenburg hat 500 Euro gestiftet, damit die Stadt diese wichtige neue Stelle schaffen kann.

„Das ist ein ganz tolles Signal, diese Arbeit durch den Lions-Club zu unterstützten“, sagt Bürgermeister Christian Grunwald: „Das Geld kommt zur rechten Zeit an der rechten Stelle.“ Sieben Bewerbungen hat die Stadt auf die Ausschreibung für die ehrenamtliche Stelle erhalten. Die Bewerber hätten gute Voraussetzungen mitgebracht, um den Anforderungen an den Behindertenbeauftragten auch gerecht zu werden, sagt Grunwald.

Zwei in der engeren Wahl

Zwei Bewerber seien in die engere Wahl gekommen. In den kommenden Tagen sollen mit ihnen Gespräche geführt werden. Dann entscheidet der Magistrat. Spätestens Anfang April soll die Stelle des Behindertenbeauftragten, für die die Stadtverordnetenversammlung Ende Januar grünes Licht gegeben hat, besetzt sein, kündigt Grunwald an.

Vorstandsmitglied Heinz Schlegel hat der Mitgliederversammlung des Lions-Clubs vorgeschlagen, den Beauftragten mit einem Startgeld zu unterstützen. Zwar will der Club in diesem Jahr den Schwerpunkt seiner Förderung auf die Jugendfeuerwehren legen, doch die Mitglieder hätten sofort zugestimmt, sagt Präsident Dieter Kliebisch: „Da gab es gar keine Diskussionen.“

„Es ist unglaublich wichtig , einen zentralen Ansprechpartner für Fragen zum Thema Behinderung zu haben. Das tut der Stadt gut“, sagt auch die Lions-Vizepräsidentin Dr. Susanne Natrup. Sie sieht eine wichtige Aufgabe des Beauftragten darin, Menschen auf Ratsuche verlässliche Informationen zu liefern, ohne dass viel Energie darauf verwendet werden muss, verschiedene Stellen anzulaufen.

Das Geld stammt aus der Weihnachtsaktion des Lions-Clubs, der im vergangenen Jahr wieder Adventskalender verkauft hat – verbunden mit einem Gewinnspiel. Der Reinerlös nach Abzug der Druckkosten wird für wohltätige Zwecke in der Region gespendet.

Laut Bürgermeister Grunwald wird das Geld benötigt, um für den neuen Behindertenbeauftragten Fortbildungen zu bezahlen und ein Netzwerk aufzubauen, mit dem er für behinderte Menschen in der Stadt arbeiten kann.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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