Altenzentrum in Bebra macht neues Angebot für pflegebedürftige Menschen

Awo startet Tagespflege

Fröhlicher Gesang: Mit sieben Liedern stimmte der von Jessica Röhn geleitete Kinderchor der „Gilfpeppers“ beim Tag der offenen Tür des Bebraer Awo-Altenzentrums auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Fotos: Apel 

BEBRA. Wer arbeitet und außerdem noch einen Angehörigen pflegt, stößt irgendwann an seine Grenzen. Mit einem neuen Tagespflege-Angebot greift das Awo-Altenzentrum Brigitte-Mende-Haus deshalb Pflegenden und Pflegebedürftigen unter die Arme.

„Ab 12. Dezember legen wir offiziell los“, sagte Daniela Leuthold, Leiterin der renommierten Bebraer Einrichtung, als sie Besucher und Bewohner zum Tag der offenen Tür begrüßte und das neue Angebot vorstellte. Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch: Jeder konnte sich bei einem Rundgang durch das Haus überzeugen, wie gelungen die im zweiten Obergeschoss des Anbaus gelegenen neuen Räumlichkeiten sind.

Großer Gemeinschaftsraum

„Hier duftet es ja noch nach frischem Holz!“, stellte Edgar Bartholomäus fest. Zusammen mit Ehefrau Elke staunte er, wie großzügig und zweckmäßig die Ruheräume und der 69 Quadratmeter große Gemeinschaftsraum mit altem und neuem Mobiliar eingerichtet sind. Alles ist mit Rollator und Rollstuhl befahrbar.

Jeder Tagesgast kann sich so am Tagesablauf beteiligen, wie es ihm beliebt und wie es in seinen Kräften steht. Wer will, kann im Küchenbereich beim Kochen oder Kuchenbacken helfen – wer will, kann sich aber auch ganz einfach zurücklehnen.

„Ich bin mir sicher, dass mein Vater hier gut versorgt wird“, sagte die in einer Arztpraxis arbeitende Gudrun Krauskopf-Brandau aus Rotenburg. Der 85-Jährige nimmt schon jetzt mobile Pflege in Anspruch und habe bei einer Kurzzeitpflege im Brigitte-Mende-Haus gute Erfahrungen gesammelt. Vater und Tochter haben sich deshalb entschlossen, auf das neue Angebot zurückzugreifen. Für Heinrich hat es den unbestreitbaren Vorteil, dass er in gewohnter Umgebung alt werden kann, dass er aber auch dann in sicherer Obhut ist, wenn seine Tochter sich nicht um ihn kümmern kann.

Herbert Leidenfrost, der stellvertretende Geschäftsführer der Awo Nordhessen, sparte nicht mit Lob für Daniela Leuthold und ihre Mitarbeiter: „Was Sie aus dieser Einrichtung gemacht haben, ist einfach hervorragend.“ Helmut Jordan vom Awo-Kreisverband und Bernd Schill vom Ortsverband sahen es genauso und kündigten die weitere Unterstützung der Mitglieder bei der Gestaltung der Außenbereiche an.

Auf Advent eingestimmt

Mit alten und neuen Weihnachtsliedern stimmten der Kinderchor der „Gilfpeppers“ und der Musikzug des TSV Bebra Besucher und Bewohner des Altenzentrums auf den Advent ein. Wer wollte, konnte an liebevoll aufgebauten Marktständen Geschenke kaufen oder an einer Tombola teilnehmen, deren Erlös dem Projekt „Basale Stimulation“ und einem „Snoozelwagen“ zugute kommt.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare