Bauarbeiten für Krippe an Egerländer Straße haben begonnen

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Spatenstiche können mühsam sein: Dann jedenfalls, wenn die Spaten sehr groß sind. Zum offiziellen Baubeginn der Krippe an der Kindertagesstätte Egerländerstraße versuchten sich die Jüngsten mit den Geräten. Hinten von links Architekt Volker Dietz, seine Frau Kerstin, Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, die stellvertretende Kita-Leiterin Manuela Heimbuch, Erzieherin Bianca Schäfer, die Schulpraktikantinnen Michelle und Diana Wall, Herbert Leidenfrost von der Awo und Bürgermeister Christian Grunwald.

Rotenburg. Baustart für die neue Kinderkrippe an der Egerländer Straße in Rotenburg: Zum traditionellen ersten Spatenstich sangen die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte ihren Gästen sinnigerweise „Wer will fleißige Handwerker sehn“.

Anschließend bewiesen sie Ausdauer bei den Reden, die zu solchen Anlässen gehalten werden. So richtig schwer fiel es ihnen nicht, weil ihnen Bürgermeister Christian Grunwald die Bauaufsicht übertrug und Architekt Volker Dietz mit ihnen über den Namen der Einrichtung, „Dreikäsehoch“, grübelte.

Auf 540 Quadratmetern Fläche werden auf dem Gelände gegenüber der jetzigen Kita drei Gruppenräume, zwei Schlafräume, ein Multifunktionsraum und Sozialräume für die Erzieherinnen entstehen.

950 000 Euro soll das Bauwerk kosten, die sich Kreis und Stadt teilen werden. Gebaut wird in Holzrahmenweise, die der Bürgermeister „massiv und langlebig“ nannte. E sprach von einem guten Tag für Rotenburger Familien. Man nähere sich nicht nur der Erfüllung des Rechtsanspruchs für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren, sondern schaffe eine Einrichtung, die den Jungen und Mädchen durchaus zweite Heimat sein werde.

Betrieben wird die Einrichtung, die zum neuen Kindergartenjahr im Sommer 2014 fertig sein soll, von der Awo Nordhessen. Sie betreibt bereits seit vielen Jahren auch die Kindertagesstätte „Villa Sonnenschein“ in Rotenburg.

Der stellvertretende Geschäftsführer der Awo Nordhessen, Herbert Leidenfrost, betonte denn auch die bisherige „hervorragende Zusammenarbeit“ zwischen Stadt und Awo.

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz sieht den Landkreis auf gutem Weg zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen krippenplatz. Bereits im Juni habe die Quote der Plätze bei 34 Prozent gelegen, es seien aber noch mehrere Krippen in Bau.

Die Kindertagesstätte selbst soll in den nächsten Jahren Zug um Zug saniert werden, sagte der Bürgermeister auf Anfrage. Innen sei bereits vieles repariert worden.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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