Schulamt: Alle Stellen besetzt, Schülerzahl sinkt weiter

Start ins Schuljahr mit mehr Lehrern

Hersfeld-Rotenburg. Weniger Kinder, aber mehr Lehrerstellen - auf diesen Nenner lässt sich die Entwicklung zum Schuljahresbeginn im Bereich des Staatlichen Schulamtes in Bebra zusammenfassen. Das Schulamt ist zuständig für den Kreis Hersfeld-Rotenburg und denWerra-Meißner-Kreis.

Während im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Schülerzahl gegenüber des vorigen Schuljahrs moderat um 112 auf insgesamt 11.725 gesunken ist, setzt sich der eher dramatische, der demographischen Entwicklung geschuldete Rückgang der Schülerzahlen im Werra-Meißner-Kreis fort: Hier sinkt die Zahl um 280 auf 9667 an den Grund- und allgemeinbildenden Schulen. Allein 86 weniger Kinder als im Schuljahr 2012/2013 werden dort in der nächsten Woche eingeschult. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es dagegen 42 Erstklässler mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind es 4027 (Werra-Meißner 3135).

Trotz des Rückgangs der Schülerzahlen sind dem Schulamtsbezirk elf zusätzliche Lehrerstellen zugewiesen worden, berichteten Schulamtsleiterin Anita Hofmann und Gerhard Finke. Insgesamt mussten 167 Stellen neu besetzt werden: 82 feste und 85 befristete Positionen. Diese Stellenbesetzungen fallen in der ländlichen Region zunehmend schwer. Bundesländer, aber auch Schulamtsbezirke und Schulen untereinander konkurrieren um geeignete Bewerber. Das erschwere es auch, befristete Stellen zu besetzen. 1855 Lehrerstellen gibt es im Schulamtsbezirk.

Sorgenkinder in der Unterrichtsversorgung bleiben die Förderschulen, da es schlicht zu wenige dafür ausgebildete Lehrkräfte gibt. Regelrechte Mangelfächer wie in früheren Jahren gibt es offenbar nicht mehr: „Wir konnten alles besetzen“, sagt Finke. Zu einem Mangelfach könnte sich tendenziell Sport entwickeln, erklärte die Schulamtsleiterin. Und bei naturwissenschaftlichen Fächern sei die Auswahl an Bewerbern nach wie vor gering. (sis)

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Quelle: HNA

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